Dienstag, 24. November 2009

funny people.

Sooo… hier ein kurzer Eintrag zu den lustigsten/schrägsten/unerwartesten sms, die ich während der letzten 3 monate bekommen habe. Nicht in wertungs-reihenfolge, sondern einfach nur chronologisch:

Joe the jazz singer trying to reach you (von joe, dem jazz singer)

Ya Bombay is the best enjoy urself take care (hostfrau)

Are you a Michael kackson fan? (herman)

Ha! Das kann ich mir kaum vorstellen. Ich spüre richtig, wie mir eine Gehirnzelle nach der anderen abstirbt. Deine werden wenigstens noch manchmal wiederbelebt (hannah, über ihre und meine intellektuell super anstrengende arbeit)

Ur absolutely right al tailors r shameless (hostfrau, 1:1 abgetippt, auf meine frage warum der schneider nicht rechtzeitig kommen kann)

Scheiss Tag! Du musst dies und jenes lernen – ja verdammt, dann teach me! WHY are ur eyes red? – I don’t know, maybe because I’m tired – WHY??? – aaahhh, noch 1 Monat (Hannah, ihren arbeitsalltag beschreibend)

U are such a noble person … Sigh….  on one hand alkl the evils in the world… And then there’s you…. Pristine (Herman, in einer phase des besonders dunklen sarkasmus)

Hi hottie… U seem to hav forgotten this friend of urs… How u been? (Niki, ohne erklärung)

Hmmm…. Lets see. This ones a thoughie… 1. Amitabh bachchan, coz he has knows only hotties, 2. Obama, msging himself, coz he is insecure because of the topless pics recently taken of him, 3. Prometheus, coz he misses his fire! (herman, auf meine frage, von wem ich wohl so dumme nachrichten wie die oben von niki bekommen könnte)

:-( nooooooooooooo….. U cant go back… plz stay bk 4 sum more time…. I’ve been really busy with work d hav had no time to spend with u guyz… feel bad u hav to go bk…. I know we’ve not been that close to be called best friends… but whatever lil time I’ve spent with u has been awsum… I relly like u a lot n I jst want my wifey to meet this special friend of mine… lookin’ forward to meetin’ u …u take care.. godbless!!! (niki auf meine sehr kurze sms announcing my going-away-“party”)

und weil ich schon täglich zum voting aufrufe, warum nicht auch hier? let me know your favs ;)

Dienstag, 17. November 2009

Ok, so Herman get's this email.....

hello harman, i apolise for this message that i write to you this way. sorry my english is not as good, since i am trying my learning this complitated language! <3 :_))))) i write you becase i see you in this club in mumbay named zenzi. one thing you can know is i have never wrtten this way before to any man. i am moved to this city from my own country chile because i wanted to discover this lovely country and find inner peace. back home i did pottery in my brothers studio. so maybe i continue here :). please dont mind if i ask if are you in a relation ship with a woman? i feel ambarased to even write this way. feel free to ignore me i will not mind.
i wait for you to reply
thali`a

xoxox


and after that:


hello herman once agin, you are upset with me? plese say what you feel. i will not take it badly.
i we meet for cofee?
with love
T xxx


I thought she wrote, feel free to ignore me?

I love it!
this is probably the most funny thing I have ever read. That, and tyler messaging me, and rahul messaging herman. and ben the diamond dealer. and gaddafi inviting models to a party in italy and trying to convert them to islam by giving them a koran and a book with his political ideas.


really, has the world gone mad?

Sonntag, 15. November 2009

horn ok please

freitag war hannah bei mir - rotwein (saft) auf der terasse und how i met your mother - ein guter start ins wochenende :)
samstag frueh habe ich schneider nr 1 angeschrieen, weil er schon wieder nicht rechtzeitig gekommen ist, und es ging mir schon soooo auf die nerven, dass er denkt, ich bin bloed oder so. also hab ich sachen gesagt wie, who do you think you are, treating me like this, you are an ambassador for india in the eyes of every foreigner who's got anything to do with you, and how do you think people will judge the country if they ever had the "pleasure" of meeting you, you are a liar and unreliable, you're rude and impolite, hanging up the phone in the middle of a conversation, obviously, if you say on a thursday, you'll be there tomorrow, that means friday, not any other day of your choice, how stupid can anyone be not even calling when not sticking to the appointed time & date, get your sad little ass over here right now.
das einzige, was er drauf gesagt hat, war: no english.
(das wusste ich auch, nur ich kann auf hindi nicht schimpfen. und ausserdem haette ich nie so gemeine sachen gesagt, wenn ich gewusst haette, er versteht mich)


jedenfalls bin ich dann ziemlich befreit mit hannah nach elephanta gefahren - wir haben auch rausgefunden, warum ich mit mami & heidi das falsche boot genommen habe. es scheint naemlich in der indischen schiffticketsverkaeufersprache keine 2 woerter fuer "boat" und "gate" zu geben, denn eindeutig werden sie interchangeable verwendet. wir waeren beinahe wieder ins falsche boot gehuepft, aber haben uns gedacht, diesmal fragen wir doch lieber nochmal. zum glueck :)
also, elephanta ist schoen. der weg zu den hoehlen hinauf ist gepflastert mit touristenshops, einer nach dem anderen, und dazwischen keuchende touristen, die die stufen beinahe nicht mehr schaffen. und oben warten dann die affen! (die echten meine ich)
ein affe hat einer touristin die pepsiflasche geklaut - ich hab nicht gesehen, ob er sie auch selbst geoeffnet hat - und daraus getrunken. wie so ein kleines kind, mit beiden haenden. ist der erste affe, den ich gesehen hab, der pepsi trinkt. [sic.]
die 5-koepfige statue, die da in der haupthoehle in den fels gehauen ist, sieht super aus, obwohl ich nur 3 koepfe erkennen konnte, und die beschreibende tafel auch nur 3 erwaehnt hat. hat der autor der tafel wohl ein bisschen den kopf verloren (pan intended...). aber sehr eindrucksvoll, so hoehlen im stein.
am weg hinunter haben wir dann eine ganesh-schneekugel erstanden fuer die hostfrau, kitschig!! wie wir dann ueber den pier wieder zum boot spaziert sind, kam uns ein ehepaar entgegen, sie sicher 55+, mit engem traegerleiberl. und aus deutschland, und dumm, weil sie ur laut zu ihrem ehemann gesagt hat "und schau, da mit den kurzen hosen, das geht ja gar nicht, und nochdazu so ein" - das haben wir leider nicht mehr gehoert. jedenfalls hab ich mich dann umgedreht und ur laut dankeschoen gebruellt. wie bloed kann man sein, echt?
am weg zurueck sassen wir gegenueber von einem anderen deutschen ehepaar, die waren furchtbar suess und hannah wollte ein foto von ihnen machen, aber dann hat sie sich nicht getraut zu fragen.
danach waren wir auf hannahs wunsch hin noch auf colaba causeway um eine elefantenkette zu erwerben und beim stoffmarkt. und dann! (drumroll) haben wir uns auf die suche gemacht, avon lace house zu finden. bei dem war ich letztes jahr, zufaellig, und hab das geschaeft immer und immer wieder versucht zu finden bei meinen stoffmarkt ausfluegen, nur ist es mir nie gelungen! doch an diesem samstag hatte ich eine strassenkarte dabei. (das klingt nichtmal halb so dramatisch, wie ich das gerne haette)
am weg dahin habe ich jedenfalls noch eine nadel und faden gekauft (13 rupees fuer 10 nadeln und eine rolle faden!) und die lebensgeschichte (beinahe) von dem nadelundfadenverkaeufer gehoert. der wohnt naemlich in seinem geschaeft, in der er nadeln, faeden und ein paar knoepfe verkauft. und er konnte ausgesprochen gut englisch.
langer rede kurzer sinn, wir haben das ominoese avon lace house gefunden - immer noch so voll wie letztes jahr (es ist ja fuzziklein), nicht nur mit verschiedensten aufnaehern und spitzen, sondern auch mit frauen. ja, nur frauen. es ist glaub ich frau-only. bis auf den sohn der inhaberin, aber der ist offensichtlich nur zufaellig als bub geboren. die ganzen frauen haben sich voll drum geschlagen, dass er sie bedient, weil er (scheint zumindest so) einen guten geschmack hat. lieb, gell?
nah, das war jedenfalls unser samstagsausflug, bisschen bildung, bisschen abenteuer, bisschen heiss. wir sind dann nach bandra gefahren, zu hannah, wie jedes wochenende voll gepackt mit dingen, die von ihr zu mir oder umgekehrt transportiert werden mussten. diesen samstag war toto's angesagt, mit herman und rahul (hannahs couchsurfing bekannter) und danach zenzi mills 80's party (nur keine 80's musik).
war ja alles ganz lustig, bis rahul dann die ganze zeit meine haende halten wollte beim tanzen, um mich herumzudrehen - geil, bei elektronischer musik. es war nur logistisch ein bisschen schwierig, in der einen hand die handtasche, in der anderen ein bier. er hats nach meinem 5ten verzweifelten gesichtsausdruck endlich sein lassen. hannah hat sich derweilen mit ben aus israel unterhalten, und herman und ich haben rahul endlich abgeschuettelt. jedenfalls, hannah ist mit ben irgendwo gewesen und ich sass mit herman draussen, kommt rahul jedenfalls daher und beschwert sich bei uns, dass hannah ihn so links liegen laesst. weil wenn er mit seinen freunden unterwegs ist, dann passiert ihm das nie. (genau.)
auf einmal hats dann begonnen zu schuetten, wie aus kuebeln und wir sind zum taxi gerannt und nachhause gefahren. hannah hat sich noch liebevoll von ben verabschiedet :)

jedenfalls am naechsten tag krieg ich ein sms: "It was really nice meeting you last night. How do you feel?" ich denk mit, ok, wer ist das jetzt. war aber nicht rahul (der irgendwoher hermans nummer bekommen hat, keiner weiss warum!), und ich schreib halt zurueck "you must have gotten the wrong number, who is this" gut, es war also tyler (ich kenne keinen tyler), der aber eine caroline aus daenemark kennt (das bin nicht ich.) und es duerfte ihn irgendjemand nicht so nett gefunden haben, und deswegen hat die person dem guten tyler meine nummer gegeben. er hat mich dann angerufen, um herauszufinden, dass ich tatsaechlich ich bin und nicht die andere person, aber, tyler, es ist einfach hart da draussen! nicht jeder von uns ist der harten datingwelt gewachsen. :)
herman hat waehrenddessen auch sms bekommen - allerdings von rahul. der ihm ge-sms-t hat: "I meant u n guys n girls we got en" und spaeter noch "since it's raining I won't mind coming my place let me know", obwohl herman nicht geantwortet hat auf irgendein von rahuls sms. wir wissen immer noch nicht, was das erste bedeuten soll.
sonntag nachmittag, das ist immer unser suendennachmittag (weil zuviel kaffee und kuchen und anderes essen und so) haben wir chicken little geschaut. da faellt dem kleinen hendl ein stueck himmel auf den kopf! hatte ich ja ganz vergessen! wie dumm!
am abend haben wir noch herman getroffen um the informant im kino anzuschauen. herman hat den grossteil davon verpennt, ich hab popcorn gemampft und hannah irgendwas anderes, aber sonst kann ich leider nichts weltbewegendes ueber diesen film berichten. wie ich dann nachhause gekommen bin, sass der hostmann mit einem freund auf der terasse, und sie haben whisky getrunken und ur laut hindimusik gehoert und mitgesungen. da hatte ich dann wieder das gefuehl, ich bin zuhause.

bis auf rahul's sms gibt's leider keine errungenschaften dieser woche! ich halte meine augen offen, bin aber schon immun zu horn ok please schildern und so....

Freitag, 13. November 2009

lucky bastards...

diese woche ist mir ein bisschen die arbeitsmotivation ausgegangen. bis ich gestern einen anruf bekommen habe, ich soll runter zu stella, die abrechnung von kathmandu nochmal besprechen. bei mir bricht der schweiss aus, hab ich was falsch gemacht (ich HASSE abrechnungen!!), fehlt geld, oh nein, was soll ich tun,...tuer auf, stella grinst mich an, "we have too much money!". die abrechnung geht sich nicht aus weil ZUVIEL geld da ist. wir haben bargeld mitgenommen nach kathmandu, einen bestimmten betrag X, und haben einen bestimmten betrag X+1 ausgegeben. wir haben also ca 50.000 rupees zuviel, das ist dann doch eine stange geld. beinahe 1000 euro. ja... jedenfalls ist das ein ziemlich grosses problem, weil wir nicht wissen, wie wir das ausgeben konnten, ohne es jemals besessen zu haben. weil mir fehlt kein geld, sunita fehlt kein geld, niemandem fehlt geld. eigentlich ist es ja positiv, aber keiner weiss, wem wir das geld geben sollen - nicht, dass sich niemand anbieten wuerde... :)

heute geht mein schneider-drama weiter: in kuerze werde ich darueber ein drehbuch schreiben und an irgendeinen indischen produzenten verscherbeln. das material ist mindestens so gut wie every other indian television soap.

Oh, und votet fuer mich! ich will doch unbedingt gewinnen :) (www.diepresse.com/reporter10)

uebrigens hab ich grade nochmal meinen amsterdam-blog durchgelesen, war ich damals witziger? oder hab ich meinen humor vergessen einzupacken? oder ist er irgendwo zwischen yes, madam? und looklookjustlooking verloren gegangen? ...

Sonntag, 8. November 2009

bollywood & mauerfall

sooo, die woche war ich mit hannah und herman im kino und hab mir aladin (ja, ohne doppel d) angeschaut. die bollywood verfilmung eben. mit Amitabh Bachchan, Held verschiedenster bollywood filme. Er hat den djinni geschpielt. nur: der gute mann ist jahrgang 1942. und hat rosa turbane getragen im film. und schlecht geschnittene anzuege in rot mit glitzer. und einen "hip-hop" song gesungen, in dem er "i got the booze, i got the party, i got the girls, yeah, yeah" rapt. oder so aehnlich. wir haben den film nur bis zum interval angeschaut. und das auch nur, weil wir bis dahin popcorn hatten....
ja.
am freitag abend hab ich mich mit hannah getroffen, um einen bekannten von ihr zu treffen, rahul. rahul heiratet naechstes jahr im winter, nur er weiss noch nicht wen. aber das kommt schon noch. potentielle kandidatinnen hat er zumindest letzte woche schon kennengelernt. er findet das nicht so schlimm. immerhin hat er ja rund 6 monate um sich mit seiner zukuenftigen frau anzufreunden. oh, ja und wir waren in the pizzeria. wollte ich auch schon ewig mal ausprobieren.
danach waren wir ohne rahul, der ja eigentlich krank war und deshalb wieder nachhause gegangen ist, gegenueber im mochas. ohne in die details gehen zu wollen, wurde es spaet - herman ist auch noch gekommen, und hannah hat die meiste zeit mit strassenkindern verstecken gespielt. irgendwann haben wir ihnen glaub ich versprochen, sie wiederzutreffen. peinlich, jedenfalls.
am samstag war hannah auf einem cricket match (gut, dass sie nicht selbst spielen musste! :) ) und danach haben wir uns bei der gallerie fuer moderne kunst getroffen, wobei wir natuerlich nicht auf die idee gekommen sind, zu checken, ob die ausstellung noch laeuft. jedenfalls war die zu, weil grade eine neue ausstellung vorbereitet wird. erfolgreich! wir sind deshalb zum stoffmarkt gehatscht und haben fuer hannahs vater einen hemdenstoff besorgt, und sind dann zu crosswords gefahren um uns (wie jeden samstag oder sonntag) kaffee und kuchen zu besorgen. der maxl dort weiss schon, wie wir unseren kaffee moegen, und wir muessen eigentlich gar nichts mehr sagen. er hat sich auch schon an meinen kalten kaffee gewoehnt :)
dann haben wir auf schneider nr 4 und schneider nr 1 gewartet (weil ich mir die namen ohnehin nicht merke, hab ich sie jetzt durchnummeriert, nach senioritaet sozusagen), wobei schneider nr 1 nicht aufgetaucht ist, was bloed war, weil er hannahs sachen hatte. ich hab mir jedenfalls eine aeusserst emotionale rede ueberlegt, die ich ihm halten werde, weil auf logisches denken spricht er nicht an ("wenn du nicht lieferst, wenn du sagst, dass du lieferst, dann bestelle ich nicht mehr bei dir" entbloesst ja auch jeder logik, oder!). ich glaube, ich werde ueber enttaeuschung sprechen und vertrauen. und gandhi. und nudelsuppe. oder auch nicht. :)
den rest des abends haben wir dann bei hannah film geschaut, waehrend uns herman stuendlich ueber den verlauf irgendeiner party upgedated hat. wir wollten trotzdem nicht hin ;)
sonntag frueh gings dann in den national park. zugfahren war wieder ganz lustig, aber lang, weil wir nur den troedelzug erwischt haben. aber immerhin haben wir borivali kennengelernt (das ist fast ganz im norden von bombay). wir sind dann durch den park gegangen zur tiger und loewen safari, die natuerlich wie wir dort waren gerade mittagspause hatte. haben wir halt gewartet. und weil wir um die ecke gesessen sind, haben wir nicht mitbekommen, dass da die ur lange schlange war schon, bevor der ticketcounter geoeffnet hat.dann sind wir eben auch noch in der schlange gestanden. man gewoehnt sich an langsam und zach - wenn auch nur mit verschiedensten wutausbruechen auf deutsch :)
als wir endlich unser ticket hatten, kam auch bald der bus und wir sind mit so einem vergitterten holperklapperschepperbus durch das loewen und tiger gehege chauffiert worden. wir haben auch einen weissen tiger, 3 normale tiger, 1 loewen und eine loewin gesehen, abgesehen davon, dass hannah einmal geschrieen hat "rehe" und ich mir gedacht hab, was zum teufel, kraehen gibts doch ueberall. ansonsten war unsere 20 minuten fahrt durch das tiergehege nicht weiter spannend.
jedenfalls sind wir dann wieder zurueck, diesmal mit dem schnellen zug. da wird gestossen, gezogen und geschubst, das ist nicht mehr normal. beim aussteigen ziehen die wartenden die aussteigenden aus dem zug hinaus, und draengen selbst gleichzeitig hinein. eine frau ist am bahnsteig gefallen, die hat ur laut gekreischt, sonst waeren die anderen auf sie drauf gestiegen. hannah und ich sind relativ ruhig da gestanden, weil wir ohnehin groesser sind als alle anderen, und ausserdem passen ja doch alle rein (zumindest am wochenende). eine frau hat eine andere (ihr unbekannte) am hintern in den waggon hineingehoben, und daraufhin hat sich diese frau aufgeregt - aber erst im waggon. oh, die eine frau war 70 oder so, die andere 45 ca. dann standen sie im waggon und haben sich angefaucht und sogar weggestossen, was irrsinnig lustig war, weil wir ja kein wort verstanden haben :) oh, hab ich schon erwaehnt, dass das alles im nur-frauen-abteil war?
nachdems im park so heiss war ist ja meine stimmung ziemlich gesunken, aber nachdiesem cat fight wars wieder besser. ich finde sowas ja unheimlich lustig.
dann sind wir noch zu einem geschaeft in bandra gefahren, um fuer meine tante ein kleid zu bestellen, und einkaufen (kuerbissuppe!!!) und dann haben wir kuchen gebacken und gekocht. der kuchen war fuer meine arbeit :)
naja, relativ spaet abends war ich dann wieder zuhause, nachdem ich meinen laptop, ein riesen kuchenblech und meine anziehsachen fuer den tag erfolgreich im taxi verstaut hatte - akrobatisch eine hochleistung!
dann habe ich noch den krieg gegen die ameisen gewonnen und den kuchen unter schokolade gesetzt, massenhaft mozartkugeln draufgehaut und im eiskasten geparkt. und heute frueh durfte er mit in die arbeit! wir haben ihn grade gegessen, das war eine ziemliche glanzleistung. kalorien fuer den naechsten monat :) jedenfalls wollten alle wissen, warum denn jetzt kuchen gegessen wird, mir ist nichts besseres eingefallen, und deswegen hab ich behauptet es waere vielleicht mozarts geburtstag - bis uns dann eingefallen ist, dass ja 20jaehriges jubilaeum vom mauerfall ist. also, ist es ein mauerkuchen :D

und last, but not least, die indische aussprache von massage: [massatsch]

Montag, 2. November 2009

let's boost the indian economy ;)

ich weiss, ich bin furchtbar hinten nach mit meinen eintraegen, aber meine mami war da letzte woche!
also. beginnen wir mal mit freitag. hannah's freundin frederike haette am mittwoch ankommen sollen - irgendwie haben sich die zwei aber missverstanden, und ich habe frederika dann tausendmal angerufen und unheimlich genervt, weil wir sie logischerweise nicht gefunden haben - hannah kann keine deutschen nummern anrufen, und deswegen hab ich sie angerufen. jedenfalls hat hannah dann ein email geschickt an einen gemeinsamen freund, der dann fredi erreicht hat und hannah geemailt hat, dass sie erst am donnerstag kommt. 2 stunden "ich kann sie nicht finden" drama, und dann die erloesung :)
freitag hab ich die beiden getroffen, und wir sind zu the dome gegangen, bar mit ausblick ueber chowpatty beacht & marine drive, sehr stylisch, aber eben des blickes wegen.... dort war mal kein tisch frei. darauf hin hat uns die kellnerin zu 2 typen gesetzt, die mit uns begonnen haben zu reden - der eine hat frederike angegraben, das war echt lustig: hannah hat eine frage gestellt an ihn, er hat frederike angesehen und ihr geantwortet, nicht hannah. wir wollten dann wein nehmen, aber er hat gemeint, er und sein kollege/freund/wasweissich wollten gerne champagner nehmen, aber sie koennten die flasche nicht austrinken, und ob wir nicht mittrinken wollen. ja klar! der spinner hat dann eine flasche dom perignon (hoffe das schreibt man so) bestellt, kostet ja auch nur 120euro. die haben wir zu dritt getrunken, weil die zwei dann doch lieber vodka irgendwas wollten. affen. oh, uebrigens, das macht die geschichte noch lustiger, frederike hat nicht das geringste interesse an maennern (und, verstaendlicherweise, an den zwein schon gar nicht.). ausserdem waren sie aus london, und stock broker, fliegen alle 6 wochen nach bombay for business und haben nur von sich selbst gesprochen und die ganze zeit irgendwas in ihre blackberry-telephone getippt. und der eine hat gemeint, no, we go to the taj hotel, the restaurant called wasabi is so nice, and also, no carbs after 7pm. !!!
passend zu UNSEREM lebensstil sind wir dann ins gokul gefahren und haben billiges bier getrunken (frederike und hannah mit sprite! iiii-uh.) dann hat uns ein typ angeredet, er ist auf besuch in bombay und moechte gerne mit uns trinken. er und sein kumpel sitzen da hinten (oh, deutscher, btw. nach dem ersten "englischen" satz wars eindeutig). wir so, naja, viell spaeter. stunde spaeter kam sein kumpel. dann konnten wir irgendwie nicht mehr aus, und haben halt mit denen geredet. der eine hat versucht mich von irgendwas zu ueberzeugen, weiss aber nicht mehr was, so spannend war das. dann sind wir zu marine drive und haben da noch ein (verbotenes)bier getrunken. irgendwann hat der eine typ zu frederike gesagt, er sei homophob und wuerde es ganz arg finden, wenn sich 2 gleichgeschlechtliche partner kuessen. sie hat gesagt, sie sei aber nur an frauen interessiert. sagt er, sie sei intolerant. hannah und frederike stehen auf und gehen. der andere typ hat mir die ganze zeit seinen standpunkt ins ohr geschrieen, und ich konnte mich nicht mal mit ihm drauf einigen, dass wir unterschiedliche meinungen haben (und dass er mich endlich in ruhe lassen soll). deswegen hab ich ueberhaupt nicht mitbekommen, was der andere typ gesagt hat. also, hannah und frederike stuermen weg, und beide komischen versuchen mir homophobie zu erklaeren. ich so, ja klar, sicher, ich geh jetzt und die reden ohne ende! ich bin dabei immer weiter nach hinten gewichen richtung taxi :) in dem moment kommt die polizei. der eine typ wischt elegant alle bierflaschen ins meer hinein (hat auch gar nicht laut gekracht, waren ja auch keine 3 glasflaschen), grinst die polizisten an und fragt, ob er ein foto machen kann. in dem moment, meine chance, caro ab ins taxi! lesson learnt: nicht mit deutschen homophoben touristen ausgehen, und nicht seine seele (wenn auch nur fuer 2 stunden) fuer eine flasche champagner verkaufen.
samstag war ich abends bei einem jazzkonzert eingeladen, von diesen 2 jazzleuten, die wir irgendwann im blue frog kennengelernt haben ueber hannahs mitbewohnerin. also, frederike, hannah und ich , aufgetakelt, fahren in der riksha bei diesem ur teuren tollen hotel vor. stylish zu spaet auch noch. wir stuermen ins hotel, a la, wo ist denn das konzert, und finden nur eine milliadaersmesse. so stylish angezogen waren wir nun auch wieder nicht! wir waren aber doch noch rechtzeitig, weil vor dem jazzkonzert eine wine tasting vorfuehrung war. da haben wir gelernt, wie man wein trinkt (je nach gemuetsverfassung in kleinen oder grossen schlucken, ich bleibe bei meiner initial idea!). dann war endlich das konzert: jazz musik mit suedindischem tanz (Bharatnatyam heisst der glaub ich), also eine fusion auffuehrung. toll war die 'konversation' zwischen schlagzeuger und traditionellem trommler. zusaetzlich zu der frau, die getanzt hat, kam spaeter noch ein mann. der hat seinen tanz mit zaubertricks begonnen, dann ballet getanzt, dann einen moonwalk hingelegt, alles in aladdin gewand. hat sich irgendwie nicht entscheiden koennen, der gute ;)
ich bin dann kurz vor schluss weg, weil ich mami und heidi abgeholt hab. meine high heels haben mir gute dienste geleistet, weil ich erfolgreich ueber alle inder gesehen hab ;)
wir haben uns dann ein taxi geholt und ich hab mami und heidi in shyams wohnung abgeliefert. nachdem die beiden gleich die ganzen mitbringsel aus dem koffer geholt haben, stand ich mit hunderten mozartkugeln, schokoladen und rotwein kurz nach ankunft wieder auf der strasse :))
sonntag sind wir dann zuerstmal zu mahalaxmi mandir gefahren, und dann gleich auch noch zu haji ali gegangen. dann gings ab nach bandra, wo wir gemuetlich spazieren gegangen sind - ziemlich weit sogar! mami und heidi haben brav alles eingekauft, was uns so ueber den weg gelaufen ist und ich hab die bettler in schach gehalten. was fuer ein team! dann sind wir bei hannah vorbei gefahren, und haben die sachertortenbackmischung abgeliefert und verschnaufpause gemacht. und dann sind wir mit dem taxi wieder zurueck, weils ohnehin schon spaet war und wir essen gehen wollten. das haben wir dann bei khyber gemacht (MG road) und sind danach kurz richtung taj hotel und gateway of india spaziert. nach den temperaturen in wien waren beide glaub ich recht verbluefft, dass man am abend noch immer keine jacke braucht.
montag waren heidi und mami in mani bhavan, ghandis wohnhaus, das gleich gegenueber von shyams wohnung ist. ich hab sie da dann abgeholt und wir sind auf zu mangaldas market (der riiiieeesen stoffmarkt!) gefahren. anfangs waren die zwei noch zoegerlich (nein, nein, er muss nicht alles rausreissen aus den regalen, wir sehen es auch von hier), bis sie dann die lokalen gepflogenheiten verinnerlicht hatten, und einfach alles sehen wollten. wir haben auch glaube ich die haelfte des stoffmarktes gekauft. unsere errungenschaften haben wir dann in der arbeit zwischendeponiert und sind um die ecke suedindisch essen gegangen - der komplette kontrast zum abendessen am tag davor, weil das lokal ur klein ist und keine ac hat und ur billig ist! war lustig jedenfalls. um halb fuenf hat unsere bombay heritage walk tour begonnen, und nach einem kurzen cafe stop haben wir uns mit unserem tour guide getroffen. die hat uns dann vom gateway of india ueber taj hotel zu kala ghoda, universitaet und high court alles gezeigt in der gegend, und auch architektonisch und historisch alles gesagt, was man wissen muss. dazwischen bin ich kurz abgehaun und hab die stoffe wieder geholt, weil ja am abend meine 2 schneider kamen :)
abendessen war bei meiner hostfrau (sie hat sich voll bemueht, nicht scharf zu kochen, aber sie kann das halt voll nicht! mami und heidi haben sehr geweint :) ), und hannah kam dann auch noch, und dann gings los mit sachen erklaeren und schneidern lassen. ein richtiger maedchen traum :)
dienstag wollten wir nach elephanta, nur hat der bloede mann dort auf mehrmalige nachfrage hin behauptet, wir waeren im richtigen boot. vielleicht waren wir auch im richtigen boot, nur es war die falsche insel? jedenfalls waren wir 5 minuten auf der insel, und sind dann wieder ungedreht und zum boot zurueckgerannt. immerhin haben wir delphine gesehen. danach sind wir zu crawford market gefahren (stinkt immer noch) und thalis essen gegangen, in einem ganz suessen restaurant - da musste man an den gong schlagen, wenn man gluecklich war, ganz a la asiatischer pizza hut. dann haben wir uns die gegend hinter dem cloth market angeschaut, was ganz anstrengend ist, weil da so viele leute sind und es ist ein richtiges gewusel. ich finde nie die richtige strasse :)
jedenfalls waren wir dann bei gopi und maharaj essen, das sind die zwei angestellten in shyams wohnung. wir mussten ja frueh raus, weil wir am mittwoch nach delhi geflogen sind.
mittwoch frueh sind wir um 4:30 aufgestanden und zum flughafen gefahren. gluecklicherweise hatten wir auch nur 1 stunde verspaetung! :P in delhi waren wir am khan market, und beim IIC essen mit shyam und madhavi (seine frau), und dann sind wir zu humayun's mausoleum gefahren, um das anzuschauen. und dann ging auch schon unser zug nach agra!
ganz frueh haben wirs dann nicht zum taj geschafft, aber wir wollten gerne fruehstuecken gehen im oberoi hotel. also sind wir dahin gefahren, allerdings hatten sie keine freien tische mehr. deswegen sind wir mit dem oberoi golfwagerl zum taj gefuehrt worden, haben taj und die umliegenden moscheen angeschaut (obwohl davon eine keine moschee ist, sondern nur der symmetrie wegen dort steht) und sind mit dem golfwagerl wieder zurueck gefuehrt worden (wir haben auch eine kleine karte bekommen, auf der steht "I'm staying at the oberoi" :) ). dann waren wir dort eben mittagessen.
danach haben wir uns agra fort angesehen und sind zu unserem kleinen, schaebigen hotel gefahren, um dort abendzuessen und unsere koffer abzuholen. mit taj blick bei sonnenuntergang :)
und dann, ganz flott, wieder mit dem zug zurueck nach delhi, wo wir bei shyams eltern uebernachtet haben. am freitag ging unser flug nach bombay, und am nachmittag haben wir uns noch fabindia 'angeschaut' und sind ueber colaba causeway spaziert. am abend hat dann schneider nr 1 die hemden gebracht und wir sind ziemlich tot ins bett gefallen!
samstags sind wir in der frueh noch gewuerze kaufen gegangen, und haben die sachen vom schneider nr 2 anprobiert (der sie ueber tags noch angepasst hat), danach sind wir ins prince of wales museum gegangen und nochmal durch den stoffmarkt marschiert - mami und heidi konnten sich einfach nicht von diesem disneyland fuer erwachsene trennen :) (was ich gut verstehen kann!)
danach hat der schneider unsere restlichen sachen gebracht, mami und heidi haben gepackt, und es war schon wieder zeit, zum flughafen zu fahren! so schnell kann eine woche hier vergehen.....

errungenschaften dieser woche:

(bitte laut vorlesen) de traen lifs at de scheduuuuld teim....


Die zutatin: Get Rocknete Mango


Su'Veneers

Dienstag, 20. Oktober 2009

interlude

Oh mein Gott ich habe gerade den größten Sch*** über HIV gehört. Meine Hostfamily hat unter anderem einen Doktor zu Gast gehabt heute Abend, der ein Spital leitet und auch eine Stelle irgendwo in einem kleinen Dorf, das sich um HIV positive Frauen und deren Kinder „kümmert“. Dort machen sie Experimente mit den Frauen, nämlich geben sie ihnen keine ARVs sondern aryuvedische Medizin. Auf diese Weise wollen sie herausfinden, ob man mit Aryuveda auch HIV „heilen“ kann. Das gehört doch echt verboten. Außerdem hat er mir erzählt, dass wir alle HIV positiv sind. Das ist nämlich so, Alexander der Große, der vor 5000 Jahren hier in Indien war (ich erzähle NUR was er gesagt hat, nicht was ich dazu denke!!), hat HIV mitgebracht. Where there is migration, there is sex. Und nachdem halt alle miteinander was hatten, haben die Inder so HIV bekommen. Aber nach einer Weile sind sie alle resistent geworden. Sieht man auch gut am Beispiel von Afrika. Das war nämlich immer eine geschlossene Gemeinschaft. Die, die ohnehin HIV positiv waren, die sind gestorben. Die, die nicht gestorben sind, sind resistent (geworden). Mendel hat das auch schon gewusst und in seiner Theorie zu den mutierenden Genen niedergeschrieben. Wie dann die Briten nach Afrika gekommen sind, haben sie sich HIV geholt und weiterverbreitet. Leute, die heutzutage HIV positiv sind, die haben eine mutierte Version des über 5000 Jahre alten HI-Virus. Werden auch alle aussterben, weil sich der nicht mehr überträgt. Ist auch so in Amsterdam, das ist ja der hotspot der HIV positiven Prostituierten (heißt eigentlich politisch korrekt sex worker, aber nachdem die Geschichte ja auch nicht ganz korrekt ist, bleib ich bei seiner Formulierung). In Kürze sterben aber auch die aus. Und bald ist die ganze Welt dank Aryuveda von AIDS geheilt.
Wenn’s nicht so traurig wäre, würd ich ja lachen.

Dienstag, 13. Oktober 2009

into the deep...

letzten freitag abend sind sunita, hannah, herman und ich ins theater gegangen - eine einmann show von einem typen indischer abstammung, der ueber die inder in suedafrika eine komoedige/drama geschrieben hat. der erste akt war eine parodie - wirklich lustig, easy-going und unterhaltsam. Der zweite akt war leider nicht mehr so gut, weil die schnellen wechsel zwischen den charakteren aufgehoert haben. der schauspieler hat naemlich ca 10 charaktere gleichzeitig gespielt. die geschichte ist dann auch trauriger geworden, mit tod von der oma und selbstmord des homosexuallen cousins, anzuenden des familienhauses ect.
nachher sind wir zu colaba gefahren, haben saket halben wegs mitgenommen und haben gegenueber von gokul (unserem beinhahe stammpub)bei einem indischen kebab dingsi abendgegegssen. das ist irgendwie ein lustiges teil: ein strassenstand ist die kueche, es bruzelt andauernt irgendwas am grill, hunderte menschen stellen sich an, manche haben das glueck, einen der plastiktische zu ergattern und sitzen dann am strassenrand/in hauseingaengen/am gehsteig. ein typ macht ohne unterlass rotis am steinofen (wir haben uns gefragt, ob er die handbewegung auch im schlaf macht), und die kellner wuseln zwischen den geparkten autos durch (man bekommt auch im auto serviert!) zu den plastiktischen und herumstehenden leuten. das essen ist uebrigens auch ganz gut, wenn man auf hendlgerichte jeglicher art steht.
anschliessend haben wir uns bei gokul ein bier genehmigt und darauf anschliessend noch eines auf den stufen des maennerwohnheims gegenueber - wurden nur unterbrochen von den heimbewohnern, die uns ab und zu aus dem fenster zugerufen haben, wir sollen leiser reden. was schwierig ist, weil herman einfach IMMER schreit. nachdem wir's geschafft haben, dass alle endlich ihre fenster geschlossen haben, wurde es etwas ruhiger :)
hannah und ich sind dann schlafen gegangen (nachdem ich die hostfrau schon wieder aus dem bett gelaeutet habe, weil sie die tuer zugesperrt hatte) und saket und herman wollten heimfahren - herman hat erzahelt, dass saket verzweifelt versucht hat, zu hitchhiken, sehr schlau, in mumbai :)
am samstag habe ich hannah beim umziehen geholfen. deswegen sind wir erstmal mit dem zug nach kurla gefahren (etwas weiter noch, um genau zu sein). zug kostet 6 rupees! taxi 200! jedenfalls war das ganz lustig, man muss schon vor dem aussteigen anfangen zu draengeln und soweit als moeglich zur oeffnung (es gibt keine tueren) vorkommen, ansonsten draengeln bei der haltestelle alle hinein, und man hat keine chance mehr, hinaus zu kommen. das prinzip vom vollen wasserglas haben sie hier noch nicht verstanden. kurla ist, sagen wir mal, in der mitte der karte von mumbai. also noch nicht mal sooo arg vorort. trotzdem eine ganz andere welt! hannah hatte da ein gaestezimmer in einem appartmentblock, mitten in einem zentrum, das grade gebaut werden soll, ein riesen supermarkt-to-be, business zentrum, blabla. kaum geht man aus dem tor raus: minikleine haeuser, staub, dreck, blabla, die ganze bandbreite. wir haben uns dann mit hannahs sachen in eine riksha geworfen, und sind richtung bandra getourt:vorbei an bussen beladen mit wahlveranstaltungsleuten (am dienstag wurde in maharashtra gewaehlt). Die meisten davon hatten BJP saris und tshirts an, kappen auf und fahnen mit. Die BJP ist nicht bekannt als die aller auslaenderfreundlichste partei, deswegen fanden wirs besonders lustig, dass uns ganze BJP busse nachgegroehlt haben. Wir sind also durch so manches gebiet gefahren, das fuer stadtentwickler spannend waere! in bandra haben wir dann hannahs neue wohnung aufgesucht. eine huebsche kleine wohnung, die sie mit einer hollaenderin teilt, lieb eingerichtet und hell. nachdem hannahs zimmervermieterin noch am einpacken ihrer sieben sachen war, haben wir uns erstmal auf die suche nach was zu essen gemacht und waren bei elcos vegetarischem restaurant in bandra. dort haben wir dinge bestellt, von denen wir einfach keine ahnung hatten, was sie waren. das ist eine wunderbare technik, die ich schon oefters angewendet habe. ist sowieso immer gut, das indische essen! und so ist es auch abwechslungsreich.
bis auf einmal hats auch immer gut funktioniert: da war ich mit sunita zum mittagessen in einem suedindischen restaurant, das mir shyam empfohlen hat. wir haben ein gericht bestellt das missel heisst oder so. ist irgendwie linsen oder bohnen sehr scharf verkocht, und dann ist so eine art knabberzeug drinnen (das auch aus linsen besteht). ist also scharf, heiss und fluessig mit knusprigen dingern drinnen. das fanden wir beide also nicht so toll. aber das allerschoenste war, dass meine hostmutter GENAU das am selben abend fuer mich gekocht hat. jippie.
hannah hat dann ihren shopping spleen verfolgt (ich hab nichts zum anziehen!!..), und danach bin ich geschwind nach hause - zug fahren, umziehen und shoppen gehen in diesem klimat schreit nach dusche.
war dann aber ziemlich schnell wieder in bandra, weil ich niki, hannah und herman getroffen habe. niki hat mich zu seinem neuen buddy erklaert, und die ganze zeit mit mir geredet und gewartet, dass ich was lustiges sage. das war irgendwie komisch. vor allem, weil die musik so laut war, dass ich kein wort verstanden habe, von dem was er gesagt hat. ich hab einfach irgendwas drauf gesagt, und er hat trotzdem gelacht. Weil die musik zunehmend schlechter wurde, haben wir unsere nette party ins zenzi mills verlegt - dort wars besser. und als es dort vorbei war mit tanzen und froehlich sein, bin ich nochmal auf die toilette, und ein typ schaut mich so an und sagt 'nice dance' zu mir. wie fett!
beim rausgehen kam dann hannah zu mir und sagt 'ich hab grade mit herman geschmust', was wir uns eh schon gedacht haben, weil wie lang kann man rauchen gehen!?
dann sind wir wieder zu meinen stufen gefahren, und haben noch ein froehliches bier konsumiert (keine fenster probleme diesmal), und dann wollte hannah heim. herman auch und ich dachte, niki auch (zwecks gemeinsamer weg und so). hab mich aber nach dem fuenften argument von nein, nein, ich bleib noch sitzen und schau die sterne an (?) ueberzeugen lassen, dass herman mit hannah einfach nur allein sein wollte. niki hat dann aber losgelegt: den gesamten klatsch und tratsch zwischen miah, herman, ajay und konsorten. arg! hat begonnen mit: einmal hat herman miah getroffen, und sie waren was trinken. ajay war wo anders. hat aber dann angerufen. hat sie aber nicht erreicht. herman hat miah betrunken nachhause gebracht. ajay war eifersuechtig und dachte, die zwei haetten was laufen. war aber nicht so. ist mir doch wurscht?
geendet hat es dann mit der geschichte von niki, der seine frau beschissen hat, und sie ist ihm draufgekommen. nicht so schlau. er wollte dann marriage advice von mir (MIR!). ich hab ihm gesagt er ist ein bisschen dumm. weil entweder man hat genug respekt vor seiner frau (nicht dumm) oder man laesst sich nicht erwischen (auch nicht dumm, aber unmoralisch). sehr steil jedenfalls. oh und was ich ganz vergessen habe. miah hat herman verboten, sich was mit mir anzufangen, weil ich johannas freundin bin und johanna ist miahs freundin und deshalb. nicht das man vielleicht mich fragt (und/oder den jurian?).
im endeffekt hab ich dann meine hostfrau wieder aufwecken muessen, weil ich diesmal den schluessel vergessen habe.
am sonntag hab ich hannah getroffen und wir sind zum cloth market gefahren - der schneider ist schon wieder nicht gekommen (obwohl er es versprochen hatte) und wir haben L word geschaut. ich glaube, jetzt habe ich auch hannah ueberzeugt, dass the L word eine unglaublich schlechte serie ist, aber genau dadurch ueberzeugt: ungewollt lustige szenen von unheimlich schlechten schauspielern.
und, weil ichs schon seit tagen vergesse, eine nachricht fuer alle How i met your mother liebhaber: robin spielt eine lesbe in the L word.
diesmal moechte ich euch zum ende dieses posts einen meiner lieblings strassennamen praesentieren (bitte laut englisch aussprechen!)
B. DESAI RD

Donnerstag, 8. Oktober 2009

a little high court of delhi

It cannot be forgotten that discrimination is antithesis of equality and that it is the recognition of equality which will foster the dignity of every individual.

(on the judgment declaring Section 377 Indian Penal Code constitutionally invalid: no more sodomy laws!)

Mittwoch, 7. Oktober 2009

high court's philosophical advice for the day

"Life is a glorious gift from God. It is the perfection of nature, a master-piece of creation. Human being is the epitome of the infinite prowess of the divine designer, Great achievements and accomplishments in life are possible if one is permitted to lead an acceptably healthy life. Health is life's grace and efforts are to be made to sustain the same."

sic!

revelations

dinge, die ich an indien faszinierend finde:
1. egal, wie arm manche hier sind, sie finden immer noch was, um drueber zu lachen
2. indische frauen sehen immer gut aus, egal welchen job sie haben: es verleiht der muellfrau eine aura von stolz, wenn sie im sari zusammenkehrt
3. bombay ist so gross, und es gibt so viele menschen, die so viel dinge tun: trotzdem finden mich die mumbaiker wie eine nadel im heuhaufen.

business as usual

there were severe complaints that my blog isn't in English. well. i COULD of course translate what i already wrote, or start writing in English now. i will do neither, for a couple of simple reasons: 1.) most of the people trying to read about my adventures here have been with me while being adventurous 2.) you really don't want my sarcasm killing all the awesome vibes (right!!?) 3.) i write funnier in Austrian ('Austrian' seems to be a language recognized by the spelling program??!). oh, and above all that, my English cannot be that good, because i keep on laughing about my T9 spelling mistakes (just recently i tries to write 'movies' and it kept on writing 'mothers'... and there were just no mothers i wanted to see).


soso. back to business. samstag: ein tag wie jeder andere :) hannah kam zu mir, weil sie nicht in kurla schlafen wollte - was ich extrem gut verstehe, weil es freakin' far away ist und ausserdem in der nacht etwas suboptimal. jedenfalls, ich bin dann abgehauen und hab die arme hannah bei meiner gastmutter, den katzen und der airco gelassen, aber hannah hat es ueberlebt. ich bin zu einer chorvorstellung gefahren, von einem chor, indem mia gesungen hat, bevor sie begonnen hat zu arbeiten. das war im ncpa building, in irgendeinem theater, bei dem mr. tata wieder seine hand im spiel hat. die chorgruppe hat ihr 25 jaehriges bestehen gefeiert und beruehmte musicallieder gesungen, von my fair lady ueber chicago zu les miserables. es war auch grossteils so wie das letzterwaehnte musical: miserabel. ich hab mich ein bisschen gefuehlt wie bei benis kindergartenauffuehrungen, obwohl die kindergartenkinder einfach den suess! bonus haben. besonders herausstreichen muss ich noch die episode von the lion king, indem die maenner in aeusserst engen animalprint leggings herumgehuepft sind. und der chor besteht aus menschen verschiedesten alters, weil es ein laienchor ist. oh my. hat mich ein bisschen an die elephanten unterhosen erinnert, die sie in st. petersburg bei unserer metrostation verkauft haben. uebel!
wie dem auch sei, nach dieser grandiosen auffuehrung haben wir hannah getroffen und sind ins gokul gefahren (nach einem kurzen stopp vor leopold's, das komplett ueberfuellt war) (und einem kurzen anflug von creepy-ness auf hannahs seite, weil sie ein fenster nicht ausgewechselt haben, indem man die kugelloecher noch sieht von letztem jahr). dort waren wir dann (hannah, ajay, mia, 2 arbeitskollegen von beiden, ich und spaeter herman) und haben ausgebreiteten gebrauch vom billigen bierangebot gemacht. herman war anfangs so still, dass sich mia schon sorgen gemacht hat, was irgendwie lustig war; immerhin konnten sich alle anderen unterhalten und wurden nicht ueberschrien.
mia und ajay sind dann nachhause, und einer der arbeitskollegen auch; der andere ist geblieben, was irgendwie komisch war, weil er ein komplett eingefrorenes laecheln draufgehabt hat die ganze zeit. ur psycho. mangels alternative sind wir dann rueber ins gordon house (das ist auch ein hotel), indem sich der club mit dem ansprechenden namen 'polly esther' befindet. ganz im stil der anderen clubs in bombay war auch der mittelmaessig, aber nachdem hannah ihre innere mitte wieder gefunden hat, waren wir eifrig am tanzen. bis sperren wollten und ich draufgekommen bin, dass mir meine geldboerse fehlt - 30sekunden schock, dann kam ein typ der dort gearbeitet hat auf mich zu und fragt 'what's your good name?' und ich wollt ihn schon anbruellen, don't have a good name, it's just a name, and i feel rather bad just now anyways... hab mich dann aber doch zu caroline durchgerungen. jedenfalls hat irgendein waiter mein geldboersel, handy, brain (das ist mein kleines notizbuch) und hannahs telefon gefunden - offensichtlich hat jemand meine tasche umgestossen und ich habs nicht mitbekommen. uff!! wir sind dann richtung gateway of india gehatscht, bisschen vom schreck runterkommen, und dann hat es angefangen zu schuetten. nachdem wir ohnehin nass waren, haben wir noch ein paar regentaenze aufgefuehrt und sind dann am heimweg noch bei chowpatty beach stehen geblieben (muell, muell, muell....) und schlussendlich ins bett gefallen. nachdem ich den schluessel vergessen hatte, haben wir davor noch meine gastmutter aus dem bett geklingelt, und ich bin (weil ich das schon wieder vergessen hatte) mit meinen dreckigen fuessen ueber die waesche gegangen, die am boden zum trocknen lag. smart.
hannah hat dann bis halb vier am naechsten tag geschlafen :) wie sie gegangen ist, fragt meine gastfrau so, ja, ein stilles maedchen, gell? Ich, hoeflich wie ich bin, antworte wahrheitsgemaess, nein, sie hatte gestern einfach zuviel intus. worauf sich der gesichtsausdruck meiner gastmutter in schrecken gemischt mit mitleid verzieht: does she have problems at home? [sic!]


either way, von samstag nacht bis montag abend hats geregnet, und war deshalb ertraeglich (beinahe haette ich das wort kalt in den mund genommen!), aber es hatte zur folge, dass das internet kaputt war. auch der brotmann ist nicht gekommen, und der buegelmann war zu spaet. :) gestern abend wollte ich dann eigentlich mit hannah, saket und herman ins kino, aber der film war in juhu und das ist weit, und ich bin in 1,5 stunden nur nach bandra gekommen, und dort habe ich dann auf saket und herman gewartet - hannah hatte in der zwischenzeit aufgegeben ;)
saket hab ich eine packung mannerschnitten mitgebracht, die er dann gleich irgendwo verloren hat (ich hab ihn letzte woche paar mal versetzt - der verkehr ist hier echt ein assozialer faktor!) und herman hab ich mit house versorgt :) wir waren im mocha mojo (mein taxifahrer hat die halbe fahrt ueber 'so einen lustigen namen' gelacht - immerhin hatte er spass), das in amsterdam'sches rot getaucht war... saket wollte uns dann noch ueberreden, zu hawaian shack zu gehen, aber ich war da drinnen auf der toilette, und das war nicht lustig, lauter alte leute! (und mit alt meine ich wirklich alt, so 100 ungefaehr) wir waren dann noch kurz in einem pub dessen namen ich vergessen habe, irgendwas mit garage oder so, und saket hat beschlossen, wir spielen 'i never ever'. wir warten immer noch auf hermans erklaerung und das foto, das irgendwie dazu gehoert... und, nachdem jeder abend so endet, haben wir gedacht, das machen wir wieder, und sind nachhause gefahren. ich mit einem taxi, dessen deckenverkleidung mich zu sehr an die hosen der lion king taenzer erinnert hat....

Mittwoch, 30. September 2009

anniversary

uebrigens, gestern war der stichtag! ich bin genau einen monat in bombay!

festival season

nach unserem nepal meeting waren sunita und ich irgendwie ausgelaugt... die arbeitswoche, die auf unsere rueckkehr am montag gefolgt hat, wollte irgendwie nicht mehr enden. umso gluecklicher waren wir dann, dass anand uns den samstag freigegeben hat! wir haben diese chance genuetzt um auf den cloth market zu gehen. die hostfrau haben wir mitgenommen, sozusagen als hindi-backup, und um die niedrigsten preise zu garantieren :) nachdem wir gar keine visitenkarten mitgenommen haben, mussten wir uns komplett neu orientieren. aber zu unserem grossen glueck sind die haendler dort nicht wahnsinnig kreativ und veraendern auch die aushang stoffe nicht wesentlich - und nachdem sich mein hirn offensichtlich begeistert unwesentliche details merkt, habe ich mich anhand bekannter stoffmuster zu den geschaeften vom letzten besuch vorgekaempft. sunita und ich haben nicht unwesentlich zum ploetzlichen wirtschaftswachstum beigetragen :)
ausserdem habe ich verzweifelt nach einem rotkarierten stoff fuer benjamins bestelltes hemd gesucht. karo ist hier irgendwie out... ich hab dann einfach von ein paar geschaeften muster mitgenommen.
nachdem die hostfrau nach hause gegangen ist, sind sunita und ich ausgezogen, um die gegend hinter dem cloth market zu erkunden. das ist eine gegend mit unheimlich viel tempeln, moscheen und kleinen strassen, alles wahnsinnig ueberladen mit kleinen geschaeften. es gibt strassen fuer alles: ohrringe, halsschmuck, bangles, schuhe, autoreifen, generatoren, naegel, metall behaelter, kochgeschirr, name it, they've got it.
wir haben diesmal die strasse entdeckt, die schmuck verkauft, und die, in der man metallenes geschirr jeder art erstehen kann. und ausserdem waren wir in einem knopfgeschaeft, das knoepfe in packungen zu mindestens 144 verkauft. was fuer eine interessante quantitaet! klingt komplett arbitrary, aber unsere theorie ist, dass es auf ein altenglisches mass zurueckgeht... wir hatten praktisch keine ahnung, wo wir die ganze zeit unterwegs waren, aber geendet hat unser spaziergang bei der pistaziengruenen moschee mit den schwarzen fenstern. begrenzt ist diese gegend um muhamad ali road naemlich durch JJ flyover, ein flyover den man irgendwie mit unserer tangente gleichsetzten kann.
zuhause hab ich dann meine einkaeufe begutachtet, und mich dann fertig gemacht fuer den langen weg nach bandra, wo ich mich mit minila treffen wollte. nachdem bombays verkehr komplett unberechenbar ist, war mein langer weg diesmal kurz (2 wochen vorher um dieselbe zeit hab ich 2 stunden gebraucht), und ich war in 35 minuten da... naja. dann war ich mit minila in zenzi in bandra was trinken, und danach hat es sie schon wieder in den boat club gezogen - ihr freund ajay (das ist geheim, dass die 2 zusammen sind, und ich hoffe, ihre eltern finden meinen blog nie und lernen nie deutsch! :) ) hatte 2 college freundinnen zu besuch. herman, ajays bester freund, schreit ja meistens wenn er spricht. aber das eine maedchen, das da war, hat ihn locker uebertroffen. war lustig zum anschauen, wie die beiden praktisch einen wettstreit haben, wer lauter reden kann :)
nachdem der boat club extremst airconditioned ist, gehen ab und zu alle raus (auch zum rauchen, ist ja ueberall verboten) um sich wieder aufzuwaremen - was relativ schnell geht. jedenfalls waren aufeinmal herman und noch ein typ weg, dessen namen ich schon wieder vergessen habe. mir wurde dann erklaert, dass sie beim rauchen sind, und nachdem alle arten von drogen in indien illegal sind, und der konsum teilweise extrem hart bestraft wird, fand ich das ganz lustig, dass man trotzdem nur zum zigarettengeschaeft gegenueber gehen muss, um zu bekommen, was man will.
nachdem der boat club um halb 2 schliesst, sind wir noch zum todi mills compound gefahren, dort ist der blue frog club, und zenzi mills. das ist eine schickere variante vom zenzi in bandra! dort waren wir noch ein bisschen, bis dann alle nach south fahren wollten, das uebliche: die bubis haben hunger, die maedis wollen wasser. ich hab mich dann am weg zuhause absetzen lassen, weil ich schon muede war - und habe natuerlich prompt den elephanten transport auf marine drive mitten in der nacht verpasst. vielleicht finde ich das naechste mal was aehnlich exotisches, ein krokodiltransport haette da schon das richtige flair!
am sonntag war ich abends mit sunita im kino und hab mir the ugly truth angeschaut. und bin, wie man's halt so macht, auch brav zur hymne aufgestanden. ich finds immer noch komisch, dass sie in der mitte vom film eine pause machen! einfach mitten in der szene, egal, hauptsache es ist exakt die mitte vom film...
montag war frei, weil dasera war - statt einer elephantengottstatue wird eine kokosnuss ins meer geworfen. man feiert die 8armige goettin, pflanzt eine kokosnuss in eine schale erde und wartet bis was waechst. dann haengt man blumen girlanden um bilder von ihr und malt ihr einen roten fleck auf die stirn und zuendet oellampen an und raeucherstaebchen. mit den raeucherstaebchen und einer glocke geht man dann in alle zimmer um sie zu schuetzen vor schlechten einfluessen.... na, jedenfalls, montag kamen dann die kokosnuesse ins meer. ich hoffe nicht, dass ein hai von einer fallenden kokosnuss getroffen wurde (es sterben immer noch mehr menschen durch fallende kokosnuesse als durch haibisse!).
am vormittag ist mein laptop komplett abgestuerzt. das war irgendwie sch....irch. ich hab dann verzweifelt ajay und minila und herman angerufen, ob sie wen wissen, wer wen weiss, der vielleicht kann und so.. und herman hat mir tatsaechlich wen gefunden, der dann bei mir vorbei gekommen ist, und das meiste von meinen daten retten konnte. ich bin mittlerweile draufgekommen, dass der virus vermutlich auf meinem usb stick sitzt (der in nepal von allen teilnehmern verwendet wurde)... was heisst, dass wir morgen alle 3 computer in der arbeit und meinen laptop komplett auf viren scannen muessen. zach!
nach meinem schock hab ich beschlossen, die gegend von null bazar/bhuleshwar mal unter die lupe zu nehmen. der taxifahrer war auch ueberzeugend in seinem nicken, dass er wusste, wo ich hin wollte, und es hat auch beinahe so ausgesehen, als waere ich, wo ich hinwollte. ich bin allerdings aber erst am ende meines spaziergangs draufgekommen, dass ich auf der anderen seite vom flyover war, also komplett wo anders. ich hab trotzdem wieder nachhause gefunden ;) ausserdem hab ich verschiedenste spitzen, bordueren, baender usw inspiziert, und auch 2 gekauft (man kann, wiedermal, nur 9meter erwerben, nicht weniger). 9 meter kosten hier um die 2-3 euro...
gestern, dienstag, war ich ganz brav in der arbeit, und hab geholfen unsere kathmandu documentation aufzuarbeiten - wir muessen da einen bericht schreiben, aber vorher alles, was wir mitgeschrieben haben, in form bringen. das ist ein haufen arbeit!
am abend hat mich hannah angerufen, dass sie wieder da ist, und herman, ob ich was machen will. jedenfalls waren hannah, ihre freundin corinna und 2 inder, die hannah ueber couch surfing kennt dann mit mir im gokul, wo wir herman getroffen haben. corinna war glaub ich bisschen muede und hat nicht viel gesagt, und die 2 anderen haben uns ziemlich schnell verlassen, um im woodside inn was essen zu gehen...
irgendwie sind wir auf checklisten gekommen, so was man unbedingt getan haben muss, wenn man 3 monate hier wohnt. auf meiner checkliste steht "einen indischen (platonischen) freund finden" und ich hab herman gefragt, ob er mein "indian friend" sein will, und er hat mich missverstanden, und sich wahnsinnig darueber aufgeregt, wie ich ihn denn fragen kann, ob er mein infant sein will. ausserdem will herman gerne germany lernen, und hat in seiner schulzeit geglaubt, dass hong kong in den usa liegt.
hannah und corinna sind dann spaeter auch weg, und herman und ich sind ueber geblieben. um ca 12 haben wir beschlossen, noch ins starlet cafe zu gehen, das eine dachterasse hat, mit blick aufs gateway of india. allerdings waren sie da schon am schliessen, und wir haben dann einfach 2 bier mitgenommen, und uns etwas weiter suedlich ans meer gesetzt und den fischern zugeschaut, wie sie ihre boote wieder fit machen fuer den naechsten fang. ist irgendwie lustig, wie bombay so rund um die uhr lebt! oh, uebrigens, alkohol konsum in der oeffentlichkeit ist in indien auch verboten. ich wollte meine flasche dann einem hund geben, der dort schlafen lag, aber er ist aufgewacht und hat die flasche umgeworfen. er wollte wohl nicht alkohol konsumierend in der oeffentlichkeit gesehen werden.
all in all war ich dann um 2 im bett, und bin bisschen muede!
und diesen blog eintrag ende ich auch mit einem weisen satz, naemlich dem, der ueber unserem lift steht: the quality is remembered, long after the pric is forgotten.

Dienstag, 22. September 2009

kathmandu

SAARC regional civil society consultation of the UN special rapporteur on the right to everyone to the highest attainable standard of physical and mental health; oder kurz: right to health meeting.

donnerstag frueh (sehr frueh!! wir waren in 20min am flughafen, so frueh!) gings nach kathmandu - mit kurzem zwischenstopp in delhi. in kathmandu am flughafen mussten wir foreigners ewig in der schlange zum visum stehen, und nach dem zahlen gleich nochmal, fuers tatsaechliche visums ausstellen. eine gruppe mexikaner/spanier hat sich gleich extrem uncharmant vorgedraengt, weil sie offensichtlich aufgrund der laenge der schlange nicht kapiert haben, dass wir alle anstehen. war ja auch nicht so klar.... manche leute stehen einfach gerne in schlangen.

am weg zum hotel haben wir qasim kennengelernt, aus islamabad in pakistan. er ist bei einer HIV+ und MSM (Men having sex with men) NGO dabei, und selbst auch HIV+. jedenfalls waren wir mit ihm dann am abend in der stadt, in thamel, das ist so die touristen location. Qasim hat geshoppt wie ein wahnsinniger, war ziemlich lustig. danach waren wir was essen und sind relativ fertig ins bed gefallen. freitag vormittag waren sunita, qasim und ich bei Baudha Stupa, das ist ein grosser buddhistischer tempel (foto folgt).
danach ist sunita ins hotel gefahren, letzte sachen regeln, und ich bin mit qasim noch durch die stadt gehirscht: er hat noch 20 weitere kashmirschals und was weiss ich gekauft, und ich bin ihm hinter her getrottet (in bombay ist das einkaufen viel billiger, vor allem wenn ich mit meiner hostfrau unterwegs bin - sie schreit die leute immer an, dass sie ja nur den doppelten preis sagen, weil ich weiss bin - und dann sind die immer so eingeschuechtert, dass sie mir alles ur billig geben.).
am nachmittag um 4 begonn dann das einschreiben, 55 teilnehmer waren da aus pakistan, afghanistan, den malediven, sri lanka, bangladesh, nepal, bhutan und indien (die SAARC laender also).
leider war das flugzeug, indem 25 der teilnehmer sassen, so viel zu spaet, dass wir den beginn der konferenz gleich mal eine stunde nach hinten verschieben mussten. in der ersten session hat anand (mein boss) erklaert, was ein Special rapporteur eigentlich ist, wie die leute ihn "verwenden" koennen, naemlich indem sie individual claims einreichen, und wofuer er sonst noch gut ist.
am abend habe ich dann mal networking betrieben und bin von tisch zu tisch gegangen um herauszufinden, wer die spannendsten sachen macht.
die teilnehmer kamen von den verschiedensten organisationen, und waren entweder Human rights activists oder anwaelte, ein paar auch in trade unions und so. hauptsaechlich aber activists. das ist extrem spannend, ihnen zu zuhoeren, aber ich hab doch fuer mich beschlossen, dass ich schon zuviel recht studiert habe, um mit den leuten ueber ihre persoenlichen geschichten 5 minuten zu heulen. die meisten activists sind aktiv, weil sie entweder selbst betroffen sind, oder jemand, der ihnen nahe steht.
nach dem abendessen haben sunita und ich mit unserem facilitator (der das meeting leitet) reden muessen, weil er ueberhaupt keine fuehrungspersoenlichkeit ist, und immer das ganze publikum fragt, ob 20 minuten kaffeepause eh in ordnung ist. das ist etwas muehsam gewesen, und deshalb habe ich mich nachher zu qasim und salman (auch aus pakistan, bei einer anderen NGO) und shakil akter (bangladesh) gesetzt und getratscht. tratschen bei solchen meetings heisst in wirklichkeit heiss diskutieren ueber fragen wie: soll auf den paessen von transgender personen "transgender" stehen oder maennlich oder weiblich, je nachdem womit sich diese person identifiziert?
am samstag begonn unser tag mit der women and health incl maternal health session. danach kam sexual and reproductive health and rights, und danach HIV and AIDS. nach der session habe ich mich mit qasim abgesetzt, weil ich zum affentempel und kopieren wollte und er shoppen. nachdem die copyshops zu hatten, weil feiertag war, habe ich den affentempel auch aufgegeben und bin mit qasim mit. ich habe eine northface tasche erstanden (die rollen von meinem koffer sind abgebrochen am hinweg), und er praktisch den inhalt. ich habe ihm letztendlich meinen kaputten koffer gegeben, weil er seine sachen nicht mehr in seine tasche stopfen konnte :)

am abend sind wir dann zu einem anderen restaurant gefahren, und haben uns kulturell betaetigt: eine tanzgruppe hat uns nepalesische taenze gezeigt. waehrenddessen ist anand mit einem nepalesischen teilnehmer zum naechsten alkoholshop gefahren und hat alkohol fuer die gruppe gekauft. Man darf naemlich offensichtlich in Nepal seinen eigenen alkohol ins restaurant mitnehmen, und die ober schenken ihn dann fuer die gruppe aus. das fand ich irgendwie steil :) in der haelfte der tanzvorfuehrung ist dann einer herumgelaufen in einem pfauenkostuem, das aber mehr ausgeschaut hat, wie ein alter besen. hat jedenfalls alle unheimlich amuesiert!
eine gruppe von leuten wollte nachher unbedingt in die shakira dance bar, nur wollte der bus da nicht halten (was ich aufgrund des namens jetzt nicht so schlimm fand). nachdem es in kathmandu am abend angenehm ist zum draussen sitzen, hat sich eine gruppe von leuten dann einfach draussen versammelt, so auch ich. ich habe mit anand diskutiert, warum er das legalisieren von drogen gut findet, und ueberhaupt kein (legal) argument dafuer bekommen, was darin resultiert hat, dass sein imaginary heiligenschein ein bisschen an glanz verloren hat. danach habe ich mir die tragische geschichte von einer teilnehmerin, rukmini, angehoert, deren tochter einen nervenzusammenbruch hatte. rukmini wusste vorher nicht, dass es mental illnesses gibt, und hat ueber ein jahr versucht, die depressionen ihrer tochter mit yoga und musik hoeren vor dem einschlafen zu kurieren.
nachdem ich am samstag zwischen den sessions beschaeftigt war, die refunds zu organisieren (55 teilnehmer geben ihre taxirechnungen in 6 verschiedenen waehrungen ab - es war grossartig!), habe ich extrem viel kaffee getrunken, was darin resultiert hat, dass ich von samstag auf sonntag beinahe nicht geschlafen habe.
dementsprechend muede war ich am sonntag, und habe deswegen bei der disabilities session nicht wirklich gut aufgepasst. bei children and newborn health war ich wieder bei meinen refunds, tuberculosis habe ich verschlafen (nachmittagsschlaefchen :) ) und bei occupational and migrant health bin ich ausgezuckt, weil wir nicht genug cash fuer alle refunds dabei hatten. die letzte session, internal displacement, conflict, post conflict, disaster and health habe ich dann mit sunita beim loesen unserer refund probleme verbracht.
die letzte stunde unserer konferenz war fuer conclusions and next steps reserviert. Nacheinander sind die teilnehmer aufgestanden und haben Anand gesagt, was sie wollen, dass in ihren laendern bez right to health passiert. Am abend war das abendessen beim swimming pool, und ich sass mit qasim, salman und nigel an einem tisch. Sie haben mich aufgeklaert ueber die beste art, sich seine brusthaare zu rasieren (waxing would be too painful, I’m a monkey) und sonstige wichtige dinge im leben.
Montag frueh hatten wir noch einige emergencies weil manche leute ihre hotelrechnung nicht beglichen haben, und dann sind wir wieder abgereist. Nachdem die ganze konferenz nicht so business-like war, wie man das von anderen konferenzen erwartet (in wien habe ich da ganz andere erfahrungen gemacht), haben sich alle umarmt. Ausserdem war Id, das ende von Ramadan, und deswegen haben sich sowieso alle umarmt und sich eid Mubarak gewuenscht. Am flughafen haben wir dann natuerlich die falsche schlange genommen und ewig lange aufs einchecken warten muessen (murphy’s law…), und dann bei der ausreise haben sie fuer foreigners nur 2 counters geoeffnet, was darin resultiert hat, das wir in der affenhitze sicher eine stunde in der reihe gestanden sind. Dabei wollten wir doch nur ausreisen!! Nachdem wir unseren fuenften security check hinter uns gebracht hatten, mussten wire wig auf den bus zum flugzeug warten, und dann wurden wir direkt auf dem rollfeld vor dem flugzeug nochmal kontrolliert. Sie hatten dort so eine art zelt vor dem flugzeug aufgestellt, in dem sie nochmal alle handtaschen gefilzt haben. Das war extrem muehsam, und wurde nur noch dadurch getoppt, dass wir ca eine stunde im flugzeug warten mussten, dass wir endlich aus Kathmandu abfliegen durften.
In delhi haben wir dann unser gepaeck geholt (durchchecken ist nicht) und sind vom international terminal zum domestic. Jedenfalls wollten wir das mit dem gratis transfer machen, nur der naechste waere erst in einer stunde gegangen (und die ganzen busse, die draussen herumstanden, konnten nicht fahren, weil….). deswegen haben wir uns mit einem inder zusammengetan, der auch zum domestic terminal musste (der ist ca 25 min mit dem auto entfernt). Der war ganz nett, und wollte im taxi rauchen. Das ist per se ja in ordnung, nur geht es einfach nicht, wenn sie einem vor dem fliegen alles an zuendhoelzern und feuerzeugen wegnehmen, was nur geht. Der taxifahrer hatte auch keine zuendhoelzer, und deswegen sind wir mal losgefahren, und ab und zu hat der typ jemandem am strassenrand zugerufen, ob sie vielleicht matches haben. Ein auto, das neben uns gefahren ist, hatte dann zuendhoelzer, und wir sind auf der autobahn kurz nebeneinander hergefahren, damit der fahrer unserem typen die streichholzschachtel rueber geben konnte. Incredible india!
Jedenfalls, der langen geschichte kurzer sinn, wir sind im endeffekt mehr als 12 stunden unterwegs gewesen, und waren unheimlich froh, endlich wieder in Bombay angekommen zu sein. Unsere stimmung aufgeheitert hat dann noch ein schild am heimweg: “Addicted to honking? Treat yourself and get well soon!”

Dienstag, 15. September 2009

3rd week of Bombay: finding friends

in meiner arbeitswoche passiert nicht viel. Ich arbeite meistens. :) Davon abgesehen, bin ich noch immer beschaeftigt damit, mir die namen meiner arbeitskollegen zu merken. Ich versuchs also einfach mal:
mein Chef, Anand. Das ist nicht so schwierig, aber er ist auch praktisch nie da.
Anand's brain, Sunita: auch nicht so schwierig, weil ich sie dauernd irgendwas frage.
Fuer alles zustaendig, was "mein drucker geht nicht" und "ich brauche eine schere" betrifft: peter und stella.
im untersten stock: julie, die mit lawyers collective (HIV abteilung) arbeitet, dann ein mann, der auch recht nett ist und einer, der neu ist (noch neuer als ich!), und immer freundlich grinst, wenn er mich sieht.
es gibt noch viele andere, die hier arbeiten, aber ich hab solche probleme, mir die namen zu merken, dass ich einfach immer nett laechle und "du" sage. ausserdem stellen sich die inder offensichtlich nicht mit ihrem namen vor. das ist teilweise echt anstrengend.
na, jedenfalls habe ich saket letzte woche nochmal getroffen auf ein after-work-beer und abendessen, weil er am tag danach nach delhi geflogen ist, um dort sein visum zu beantragen. (ich weiss nicht, ob er es bekommen hat, mein letzter stand war negativ)

freitag abend habe ich hannah getroffen, ein maedchen aus deutschland. das war sehr lustig, weil wir echt dieselben issues haben mit vielen sachen (was bombay betrifft). Sie hat noch immer keine wohnung gefunden, obwohl sie schon 2 wochen da war und auf suche, also dementsprechend verzweifelt war sie dann... ist ja auch besonders bloed. man stellt sich das so einfach vor, dass man sowieso eine western toilet hat, aber es ist eben nicht so! also, sie ist immer noch auf der suche. allerdings ist sie am sonntag in der frueh mit einer freundin, die sie besucht, nach kerala geflogen, also macht sie zuerst mal urlaub, und stuerzt sich dann wieder in die wohnungssuche.
am samstag war ich arbeiten, und nachdem zumittag das internet aus war, habe ich meine hostfrau angerufen und wir sind zum cloth-market gefahren - echt ein erlebnis!! war ja schon mit dem jurian da, aber trotzdem, immer noch cool. die kleinen wege, die durch den riesengrossen markt fuehren sind vielleicht einen dicken amerikaner breit, und links und rechts haengen die saris, kurtas und stoffe. die verkaufer sitzen auf 0.5m hohen podesten, und rollen einen stoffbarren nach dem anderen aus. man fragt nach schwarzem stoff, und sie bringen dir alles. chiffon, seide, baumwolle, schwarz mit print, was weiss ich!
also eindeutig ein paradies fuer mich, abgesehen von der hitze. die steht da natuerlich drinnen. meine hostfrau hat einige verkaeufer boese angeschrien, weil sie den preis zu hoch gefunden hat, aber sie hat, denke ich den besten preis fuer mich verhandelt. ich habe fuer einen baumwollstoff, der leicht schimmert 90 rupees / meter ausgegeben. das ist wirklich nicht viel!
danach waren wir dann noch am crawford market, ein ganz normaler lebensmittelmarkt. sie verkaufen viel importiertes zeug da, obst, gemuese und fleisch. wir haben ein hendl gekauft, das war irgendwie gruslig. da liegen viele tote hendl, und man kann ihnen ins hirn schauen, weil ihnen ja nur der hals aufgeschlitzt wurde, und dann sagt man, ein hendl bitte, (58 rupees/kilo!) und dann zerteilen sie das fuer dich - aber es wird einfach nur zerhackt, nicht irgendwie filettiert oder was weiss ich wie das bei uns heisst. es wird einfach in mehrere teile gehackt, und dann verpackt. und zuhause wird das ganze ding einfach gekocht, so wie's ist.
na, danach kam hannah mich besuchen, und wir haben kaffee getrunken auf der terasse. und danach bin ich nach bandra gefahren, um minila zu treffen und ihre freunde.
nachdem der taxifahrer ungefaehr hundert kilometer falsch gefahren ist, habe ich endlich das lokal gefunden, in dem sie waren, der boat club in pali naka, bandra, bombay. dort waren eben minila, ihr boyfriend ajay und keith, ein ehemaliger lehrer von ihr (nachdem die inder so frueh zu arbeiten anfangen, war er nicht irgendwie alt oder so, sondern um die 27.).
spaeter kamen dann herman (ajay's bester freund, der einzige hier, den ich getroffen habe der sarkasmus spricht! herrlich ;) ), und niki dazu. niki hat an dem abend seiner frau gesagt, sie soll sich mit hermans freundin treffen, weil er braucht abstand. und ist stattdessen mit uns weggegangen. niki ist 35 und hat sein eigenes unternehmen, und ist ziemlich dick. oh und dann war noch einer da spaeter, der war auch sehr nett, bisschen still, aber ich hab seinen namen vergessen.
jedenfalls waren wir da in dem club, bier trinken, tanzen, blabla und um 1:30 war schluss; es ist naemlich immer um halb 2 aus, ausser man hat die 3-uhr-lizenz (uuuuuuhh! 3 uhr!!). dann wollte ich ein taxi nachhause nehmen, aber alle taxifahrer waren entweder betrunken oder haben geschlafen. zum gleichen zeitpunkt haben die burschen beschlossen, sie haben jetzt hunger und wollen deshalb was essen gehen. das einzige, was noch offen hatte, war bei colaba, was noch weiter weg war, von dort wo wir waren, als da, wo ich wohne. deswegen bin ich mitgefahren... auch wenn der typ, der gefahren ist, auch nicht mehr ganz nuechtern war. meine optionen waren irgendwie betrunkener taxifahrer in kleiner blechkiste oder angeheiterter inder in dickem jeep. der jeep hat schlussendlich gewonnen. wir sind also dann nach colaba, wo um die zeit viele leute um ihre autos herumstehen und essen. so auch wir (ich hab nichts gegessen, sicherheitshalber...), und gegen vier in der frueh sind wir am taj hotel vorbei richtung mein zuhause gegangen, am meer entlang. waere beinahe romantisch gewesen, wenn das meer nicht so stinken wuerde.
sonntags war ich mit sunita beim massagedings, und hatte pedikuere. das war dringend noetig, weil ich hier immer mit sandalen herumlaufe, und es ist halt schon schmutzig auf der strasse.

gestern war ich krank, und heute (mittwoch) sind wir beschaeftigt, das kathmandu meeting zu finalisieren (ein lieblingswort von meinem papi! :) )...
oh und gestern habe ich mit der mami, beni und clumsch geskypt, und meine hostfrau kam die ganze zeit und hat der mami sachen zugeschrien wie "i take care of your daughter" und "come, come, you will like it here. come soon" (als ob ich ihr nicht schon praezise gesagt haette wann die mami kommt ;)

nun, ich hab gerade einen berg an zeugs bekommen, das ich einordnen muss... update kommt wieder nach kathmandu. dort werde ich mal 3 tage lang ausschliesslich wichtig sein :)

Freitag, 11. September 2009

nicest spelling mistake the indian supreme court could make....

although only law students, lawyers, ect would find it funny :)


"....and declared Clause 73 an arbitration clause of reference to officers that dealt with the contract as arbitrary and ultra virus of the Constitution."

Job Umfrage

Ich habe gerade einen Job online gefunden, der mich besonders anspricht (vor allem nach meinem deutschen Stammtisch-erfolg letzten Mittwoch...): Expat Therapist.
Der Expat Therapist beschaeftigt sich auch mit ausschliesslich auf Expats bezogenen Themen, zum Beispiel:

• Relationship problems
• Family difficulties
• Cultural differences
• Addictions (eg alcohol, drugs, sex)
• Feeling unsettled
• Unhappiness
• Loneliness
• Stress/Anxiety
• Depression
• Feeling out of control
• Work difficulties
• Living with a disability or learning difficulty
• Physical, emotional or sexual abuse
• Change and Loss
• Death of a family member, friend, pet, other
• Eating disorders
• Self-harming
• Low self-esteem
• Anger
• Bullying
• Feeling ‘stuck’
• Finding it hard to cope
• Sexuality/sexual orientation


Bitte um Postings bezueglich anderer bescheuerter Berufe... let's broaden our minds ;)

Montag, 7. September 2009

first week of bombay: gettin' used to it...

Am Mittwoch am abend waren Jurian und ich bei "design one", eine designer convention, in hohen toenen gepriesen von "mumbai - a fortnight", einem ganz lieben magazin, das eben alle 14 tage die events der naechsten 14 tage rausbringt. leider war der artikel etwas zu enthusiastisch und die ausstellung nur sosonaja. danach waren wir bei Maheshs Lunch Home abendessen (ja, ich weiss, lunch home...), was lustig war, weil da waren wir letztes jahr auch schon. reunion praktisch :)
Am Abend haben wir die arme Sunita (das ist meine arbeitskollegin, fuer alle die den ersten blog eintrag noch nicht gelesen haben ;) ) mitgeschleppt zum deutschen Stammtisch. Das war echt ein Erlebnis... Eine Gruppe Deutscher, zwischen ca 20 bis 70 Jahre alt, in einem "Irish Pub", zusammengesammelt von Benjamin, der hier 3 Jahre arbeitet. Einer hat zu Sunita gesagt, das einzig schoene hier an Bombay ist, dass jeden Mittwoch der Stammtisch stattfindet. Die anderen waren auch nicht wirklich begeistert... Benjamin meinte, er war die ersten 6 monate euphorisch, und jetzt geht ihm das ganze gehupe nur noch auf die nerven. und immer ist was kaputt in seinem appartment. (also ob das "zuhause" total anders waere. aber wenn was auf indisch kaputt geht, ist das natuerlich 10mal so schlimm...)
Wir haben uns ur bemueht, und haben nach einer stunde die flucht ergriffen. Selbst wenn sie (der deutsche stammtisch) die inder mit doppelt so mit offenen armen empfangen wie uns, weiss ich, dass der indische subkontinent nichts verloren hat, wenn die ganze truppe wieder abreist.
Nach unserem erlebnis sind wir zu dritt in die zenzi bar weitergezogen, auch in Bandra (das ist ein stadtteil. ich spreche noch immer ueber mumbai!). dort wars lustiger. viel mehr inder, bisschen so ein art space, und deswegen sehr amuesant. ein typ hatte eine blau weiss gepunktete pyjama hose an, ein schwarzweiss kariertes hemd und eine rayban brille mit dickem schwarzem rahmen. und sein freund daneben hat ungefaehr genauso ausgeschaut. steil!
am donnerstag war Ganpati Fest, ein Riesenfest, das wir letztes Jahr auch mitgemacht haben, bei dem grosse und kleine Elefantengottstatuen (Ganpati oder Ganesh) ins Meer geschickt werden (auf Boten usw). Am Chowpattystrand war ziemlich viel Radau, weil die Glaeubigen die Statuen mit sehr viel lauter indischer Popmusik auf Trucks tanzend zum Strand bringen. Wir waren am Abend nicht beim Strand, weil uns zuviel los war; ausserdem wird, weils ja ein religioeses fest ist, mit rosa Puderfarbe geworfen, und alle sind nachher pink. Stattdessen haben wir mit den katzen gespielt, was ziemlich lustig war, weil die eine katze sich ur gefuerchtet hat (wir auch), weil die ganze zeit firecrackers irgendwo los gegangen sind. und deswegen ist sie der anderen katze unheimlich auf die nerven gegangen, weil die andere katze ist taub!! der war das komplett blunzn!
weil der deutsche stammtisch so ein reinfall war, habe ich auf facebook (ja, ich!) eine nachricht gepostet in der expat community, ob sich nicht jemand meiner annehmen will. ich hab mir gedacht, solange der jurian noch da ist, ist das ja kein problem, weil wir ohnehin zu zweit aufkreuzen. jedenfalls hat mich irgendein freak angeschrieben, den ich komplett ignoriert hab, und dann zufaellig auch einer, der vorgeschlagen hat, irgendwo was trinken zu gehen. und weil er freundlich geklungen hat, haben wir ja gesagt und sind losgefahren. hat sich als total nett herausgestellt, heisst saket und hatte eine oesterreichische freundin... weird. jedenfalls sagt er dauern, wenn ich ein problem habe, "dann anrufen mir!" :) ausserdem hat er uns erklaert, wie man auf oesterreichisch schluss macht, naemlich geht das so: vor der familie oder dem freundeskreis sagt man nicht "das ist mein freund" sondern ganz einfach nur mehr "das ist ein freund", und das ganze so, dass es die betroffene person versteht.
mit saket und einem anderen freund von ihm waren wir jedenfalls in einem club der blue frog heisst (befindet sich in lower parel, auch ein stadtteil von bombay). blue frog ist hier ziemlich teuer, also einfach ganz normale unsere preise, was die ganze sache ja wieder lustig macht! wir haben sogar den "indischen niki lauda" (o-ton!) gesehen, ein kleiner, muskelbepackter zwerg in einem viel zu kleinen tshirt. ich hab aber vergessen, wie er heisst. es hat ihm jedenfalls jeder nachgeschaut.
ja, im blue frog waren wir etwas laenger...
Demensprechend waren wir am Samstag etwas inaktiv. Der Jurian hat 3 Hemden bekommen, die der Schneider fuer ihn gemacht hat (10 euro fuer 3 geschneiderte hemden!!) und wir waren eis essen ;) ausserdem haben wir ein neues restaurant ausprobiert: cafe churchill, ein minikleines cafe auf colaba causeway, das total beruehmt ist fuer pasta und so zeugs. allerdings, ich hab die pasta ausprobiert, und ich frage mich ehrlich ob sie nicht eher beruehmt sein sollten dafuer, dass sie alles in sauce ertraenken. ich hab die nudeln beinahe nicht mehr gefunden... jurians steak war irgendwo unter einem berg von schwammerlsauce begraben... ja. lustig jedenfalls!
am weg zurueck sind wir ueber den colaba causeway spaziert, was an und fuer sich nicht so einfach ist, weil standeln den ganzen weg saeumen und deswegen wirklich nicht viel platz ist zum durchgehen. dort habe ich die grossartigste entdeckung gemacht bis jetzt, eine zara bluse, die bei uns noch in den geschaeften haengt (stichwort bluse+leggins=neuer style oder bluse+legging=hose vergessen)! ich hab das ding unbedingt erstehen muessen, fuer 170 rupees, also ca 3 euro. statt 30. i'm just too good to be true... :P
sonntags waren wir bei stroemendem regen in den hanging gardens, das ist praktisch bei uns um die ecke (und bei den parsis um die ecke, die haben da naemlich ihren tower of silence, wo sie ihre verstorbenen hinlegen, damit die voegel sie essen koennen. sie glauben naemlich irgendwie dass die koerper die erde verunreinigen und dass die seele nicht frei kommt oder so. hab ich noch nicht ganz verstanden). es hat so geregnet, dass das wasser den huegel heruntergeronnen ist, und der park menschenleer war. das fand ich mal nicht so schlecht. danach sind wir wieder nachhause und haben uns an die waescheleine gehaengt.
am nachmittag haben wir minila getroffen, im cafe mocha auf der veer nariman road in south mumbai, und einen freund von ihr. der freund ist eigentlich der beste freund von ihrem freund, aber jedenfalls heisst er herman (und ist inder!). das war ziemlich lustig, weil die zwei einfach extrem unterhaltsam sind, und sie haben mich dann auch praktisch eingeladen, mit ihnen einen trip durch den sueden von indien zu machen. also vielleicht mache ich das noch im november.
am fruehen abend sind wir dann in eine andere lokalitaet gewechselt, naemlich dome, auf dem dach des intercontinental hotel. das hat echt einen grossartigen ausblick ueber chowpatty beach, und man kann das ganze queens necklace sehen (so heisst das wenn die vielen haeuser die lichter andrehen am abend ;) ). dort ist dann spaeter saket zu uns gestossen, und es hat sich herausgestellt, dass er und minila sich kennen. das war etwas flashig, weil ich, die oesterreicherin, 2 bombayleute einander vorstelle, und sie kennen sich. in einer stadt mit ueber 15 millionen einwohnern...
zum abendessen waren wir dann bei unserer familie. sie hatten besuch von einem freund, der vor urzeiten nach london gezogen ist und von noch einem freund, der sich fuer senior citizens rights einsetzt. alle waren ueber 70 und haben mich hauptsaechlich ausgefragt ueber oesterreichischen wein. und weil ich mich nicht wirklich gut auskenne, habe ich einfach irgendwas gesagt und g'scheit dreingeschaut. aber sie haben mir alles abgenommen, und glauben jetzt, ich waere ein weinkenner....
danach habe ich den jurian auf den flughafen gebracht, und jetzt bin ich allein in der grossen stadt!
oh, und uebrigens, wie ich vom flughafen zurueckgekommen bin, kam die frau des hauses auf mich zu, um mir zu "beichten", dass sie die tuere zu meinem kasten aufgebrochen hat. weil sich die katze darin versteckt hat, und ich das nicht gesehen habe, und desewgen zugesperrt habe! oder wars der jurian? wer weiss...

Sonntag, 6. September 2009

more Indian High Court...

this flowery way of narrating the facts of a case is something I have to deal with here... it gets annoying after a while!! Which Court in the world thinks of phrases like "where prosperity and poverty live as strange bedfellows"? :)


The circumstances of the case are typical and overflow the particular municipality and the solutions to the key questions emerging from the matrix of facts are capable of universal application, especially in the Third World humanscape of silent subjection of groups of people to squalor and of callous public bodies habituated to deleterious inaction. The Ratlam municipal town, like many Indian urban centers, is populous with human and sub-human species, is punctuated with affluence and indigence in contrasting co-existence, and keeps public sanitation a low priority item, what with cesspools and filth menacing public health. Ward No. 12, New Road, Ratlam town is an area where prosperity and poverty live as strange bedfellows. The rich have bungalows and toilets, the poor live on pavements and litter the street with human excreta because they use roadsides as latrines in the absence of public facilities. And the city fathers being too busy with other issues to bother about the human condition, cesspools and stinks, dirtied the place beyond endurance which made the well-to-do citizens protest, but the crying demand for basic sanitation and public drains fell on deaf ears. Another contributory cause to the insufferable situation was the discharge from the Alcohol Plant of malodorous fluids into the public street. In this lawless locale, mosquitoes found a stagnant stream of stench so hospitable to breeding and flourishing, with no municipal agent disturbing their stinging music at human expense. The local denizens, driven by desperation, at long last, decided to use the law and call the bluff of the municipal body's bovine indifference to its basic obligations under

Donnerstag, 3. September 2009

This is what the Indian Supreme Court says about marriage....

in a judgment prohibiting the marriage between an HIV+ and an HIV- people (which has been revoked recently, but nevertheless!)

Marriage is the sacred union, legally permissible, of two healthy bodies of opposite sexes. It has to be mental, psychological and physical union. When two souls thus unite, a new soul comes into existence. That is how, the life goes on and on on this planet.


I assume they love to see "18 Kids and Counting" on television....

anyways, reading judgments from the Supreme Court are always a history lesson. Just read 2 pages about the history of the hippocratic oath. In a judgment!!!

Dienstag, 1. September 2009

welcome to bombay!

sooo... nach langem flug wiedermal (immerhin hatten wir jeweils eine sitzreihe!) in indien angekommen.
mitten in der nacht bei der wohnung angekommen, in einem von aussen ur haesslichen haus, aber das sind die meisten (bis auf die ur teuren tollen villen, eh logisch, aber auch die sind nicht wie bei uns schoen). Die eltern, mr und mrs mehta haben uns freundlich empfangen, und dann war ohnehin schlafnot am manne...
jedenfalls am samstag haben wir dann freundlich ersten kontakt gemacht und sind losgezogen, um ein bisschen zu spazieren, wir wohnen ja eigentlich in der "gruenen lunge" bombays, aber gruen ist von smog umhuellt ;) als erstes habe ich eine normale decke erstanden, weil sich die oesterreichische definition einer decke grundlegend anders ist, als die indische. danach haben wir probiert, uns mit dem telefon mann zu verstaendigen, das war nicht so hundertpro einfach, weil man irgendwelche stromrechnungen vorlegen muss, wenn man hier eine prepaid telefon karte kaufen will... unser host hat das dann spaeter am nachmittag fuer uns geregelt. hauptsaechlich waren wir beschaeftigt, nicht von hitze zu sterben, was gar nicht einfach ist, und sicher auch eine ausreichende nachmittagsbeschaeftigung!
am abend wurden wir dann mitgenommen zur wohnung von der oma, die eine ganesh statue in ihrer wohnung stehen hat, und ein kamerateam war da, um alles zu filmen und ausserdem wahnsinnig viele leute, also ein staendiges kommen und gehen. jurian und ich wurden in irgendein schlafzimmer gesteckt, und ab und zu wurde uns ein familienmitglied zur verfuegung gestellt, das dann mit uns reden musste. die mutter hat uns immer wieder in das zimmer hineinbefoerdert, wenn der vater uns herausholte, um uns seinen freunden zu zeigen. weird!
am sonntag sind wir dann richtung colaba (mit kurzem zwischenstopp im oberoi hotel auf nariman point), um ordentlichen kaffee zu finden. das mit dem klimat war immer noch schwierig ;) am abend waren wir im regal cinema, um dort "the taking of pelham 123" zu schauen, und sind auch brav aufgestanden, wie vor dem film die nationalhymne gespielt wurde (allerdings haben wir ziemlich aufsehen erweckt, weil wir ziemlich lachen mussten - wer spielt denn auch seine nationalhymne im kino?!).
am montag haben wir dann endlich begonnen, richtig sightseeing zu betreiben und sind zum malahkshmi mandir (mandir=tempel), einem recht grossen hinduistischen tempel, und zur haji ali moschee, wo wir 3 deutsche maedls getroffen haben, die mir gleich einen kontakt zum woechentlichen deutschen stammtisch gelegt haben, oesterreicher duerfen auch kommen ;)
danach sind wir nach bandra gefahren, das neue in-viertel, wo uns der taxifahrer komplett woanders abgesetzt hat, als wir eigentlich wollten. wir sind deshalb einfach zu fuss losgezogen, uns sicher eine dreiviertel stunde gehatscht, aber dort ist es besser, weil auf den nebenstrassen nicht so extrem viele autos unterwegs sind, und es verhaeltnismaessig ruhig ist. in any case sind wir dann bei unserer enddestination "takur cutpiece" angekommen um stoff fuer ein hemd fuer den jurian zu kaufen. takur cutpiece hoert sich uebrigens in der indischen aussprache an wie takur k'tpiss.
am abend hatten wir uns verabredet mit mejhabeen, eine bekannte von johanna, die wir samt einer freundin von ihr auch getroffen haben. wir waren in einem fuzzikleinen restaurant just off colaba causeway essen, goa-isch oder goanesisch oder was weiss ich, halt die kueche der region goa. ich hab sogar mutton irgendwas probiert, das ist mit ziegenfleisch.
danach haben uns die zwei eine art "pub" gezeigt, das ist also ein ziemlich grosses lokal fuer indische verhaltnisse, nur ur schirch. ambiente gleich minus eins. aber das bier ist ok (660ml fuer 2,5 euro) und man findet aeusserst lustige leute dort. zum beispiel 3 komplett besoffene auslaender mit einer noch aerger besoffenen inderin, die ihren laptop dort einfach stehen lassen.
heute ist mein erster arbeitstag, und das office ist voll nett, sauber uns hell, gar nicht so wie man das von der aussenfassade anders erwarten wuerde!! ich arbeite mit sunita, deren indische mutter ihr das indische aussehen vererbt hat, und die deswegen viel weniger angestarrt wird als ich. sie ist recht nett, spricht deutsch und englisch durcheinander und arbeitet schon 2,5 monate hier, was ganz angenehm ist fuer fragen. die vorigen interns waren nur fuer kuerzer hier, einer 6 wochen, eine 3 wochen.
und jetzt versuch ich langsam, herauszufinden, was ich eigentlich tun muss, ausser nach kathmandu fliegen ;)

Donnerstag, 13. August 2009

Chapter VI: One night in Bali (again)

where the heroine of the story witnesses a boy and a girl comparing nipples, gets an offer to buy happy pills and wonders about the Indonesian way of advertising





In Bali, genauer gesagt irgendwo in der Gegend von Kuta, gibt es eine Strasse. Auf der strasse gibt es viele viele clubs. und genau dorthin wollte roemer, um auszugehen. unser abend hat wundervoll begonnen im hard rock cafe (same same not at all different), und danach haben wir uns von Jurians eltern getrennt und haben den roemer begleitet bei seinen ausgeh-versuchen. soweit so gut. nur: die karte von kuta und umgebung, die uns das hotel gegeben hat, war so komplett ausserhalb von irgendwelchen proportionen, dass wir mal begeistert 100km in die falsche richtung gegangen sind. und nachdem wir den lokalen jugendlichen beim ausgehen zugeschaut haben (man versammelt sich vor dem nächsten minimarkt, 24 stunden offen, und trinkt an den holztischen, die davor stehen: für uns österreicher nicht so neu, bei uns heisst das dann einfach biergarten), ist uns irgendwann aufgefallen, dass wir offensichtlich nicht in die richtung des ausgehzentrums gehen, sondern in die entgegengesetzte. daraufhin sind wir alles wieder zurückgelatscht, aber die halbe stunde, die wir wegwaren scheint genau die halbe stunde vor der sperrzeit gewesen zu sein. darum haben wir uns richtung hotel aufgemacht, und versucht noch ein letztes offenes lokal zu finden, da die stadt komplett ausgestorben war auf einmal.


beim letzten cafe das noch offen war, haben wir den kellner gefragt, warum wir die angeblich so grossartigen clubs nicht gefunden haben. abgesehen davon, dass wir dem kellner noch unsere ganze lebensgeschichte erzählen mussten, weil ihm so fad war (es war ausser uns noch eine gruppe von 4 mittelalterlichen männern da, und 7 kellner), hat er uns freundlich darauf hingewiesen, dass unsere karte vielleicht besser als toilettenpapier zu gebrauchen wäre, aber sicher nicht als karte. wir haben uns von ihm überzeugen lassen, und sind dann mit dem taxi dorthin gefahren, wo angeblich die clubs waren.


und da waren sie auch.


links ein lokal, das reggae spielt, rechts eines mit trance musik, dazwischen standen wir, und glaubt mit, die musik mischt sich nicht gut. man musste jedenfalls nirgendwo hineingehen, weil die musik ohnehin viel zu laut war.


gut, haben wir uns gedacht, wenn wir schon hier sind, besuchen wir einen club ganz in schwarz gehalten, so ein versuch von "bitte bitte, ich will unbedingt chique aussehen" und einen der das genaue gegenteil ist: Surfers paradise - no dresscode! no shoes! no t-shirts! no problem!


im schwarzen club haben sehr spärlich bekleidete junge frauen ihren beglitzerten hintern zu irgendwelcher bum-bum-musik geschüttelt, manchmal warens mehr, manchmal weniger, und das publikum saß gebannt (männer) oder gelangweilt/erschrocken (frauen) herum. neben uns hat ein beinahe weißhaariger mit-vierziger mit einer hübschen, ca 25jährigen indonesierin verhandelt, was er gerne an leistungen für sein geld hätte, und was sie bereit wäre zu tun und wo.
im surfers paradise war die situation, sagen wir mal, weniger verhalten. komplett bescheuerte australier mit blonden dreadlocks sind herumgehüpft zu irgendeiner give it to me baby musik, hände in der luft zu irgendeinem anderen song und prinzipiell euphorisches herumhüpfen hat diesen club geprägt. ich, mutig wie ich bin, versuche den weg zur toilette zu finden. auf dem weg zur toilette haben sich einige bilder in mein hirn gegraben, die ich leider in meinem leben nicht mehr loswerde... zum beispiel standen da ein australier (denk ich halt) und eine indonesierin, mit hochgezogenen t-shirts (obwohl ich nicht weiss, ob das ihrerseits auch ein t-shirt war, in ermangelung an genug stoff), um ihre brustwarzen zu vergleichen. (...) etwas weiter kam ich einem pärchen entgegen, die gerade dabei waren, dinge zu tun, die normalerweise hinter geschlossenen türen passieren. auf der toilette standen ein paar indonesierinen um sich zu schminken (aka weisse farbe in ihr gesicht zu schmieren), wobei sie auch gleich noch preise verglichen und sich - zumindest sah es so aus - über ihre "klienten" austauschten.
am rückweg haben ein paar besoffene nationalitätenträger versucht, kontakt mit meinem hintern aufzunehmen, was ich charmant ignoriert habe.
nachdem wir unser geld auch nicht bei den happy pill verkäufern lassen wollten, sind wir begeistert dreimal die strasse auf und ab gegangen, einfach nur der grossartigen atmosphäre wegen, bis mir dann einer die wunderdroge "iwannaiwannaiwanna" angeboten hat, die sich aber als marijuana entpuppt hat. auch dieses angebot mussten wir leider ausschlagen (die strasse für sich war schon nicht auszuhalten).
und so endete unser letzter abend in bali mit sehr wenig schlaf, ausgesprochener taubheit und ohne happy pills um 7uhr früh am flughafen in unserem flug nach disneyland, äh, singapur.

Chapter V: Gili Trawangan

where the heroine of the story goes around the island in a horse carriage, gets stung by a jellyfish and further bores herself to death


Gili Trawangan! das ferienparadies! weisse strände, blaues meer, farbenprächtige sonnenuntergänge und praktisch alles was das herz begehrt!
oder auch nicht.
an unserem soundsovielsten tag in indonesien wurden wir mit dem gilicat (das schnellste boot zwischen bali und gili! angenehme überfahrt, schnell und kompetent! schnecken.) nach gili trawangan geliefert. Auf gili gibt es keine motorisierten fahrzeuge, sondern nur pferdewägen oder fahrräder. das mit den fahrrädern ist ziemlich kompliziert, weil es auch keine befestigten strassen gibt, und sich das fahrradfahren auf einer sandigen insel als schwieriger herausgestellt hat, als erwartet. die fahrräder werden nämlich als "beachcruisers" verliehen, sind aber alles andere als strandtauglich.
mit unserem pferdewagen (als ob wir nicht schon genug tiere gehabt hätten in diesem urlaub) sind wir dann zu unserem hotel gebracht worden, das alles andere als zentral gelegen ist. es gibt in gili nämlich soetwas wie den "strip", auf dem sich alles abspielt. unser hotel war auf der anderen seite der insel, also jenseits von gut und böse. nachdem unser erster eindruck vom hotel kein wirklich guter war, sind jurians eltern mit einem anderen pferdewagen um die insel gefahren, um herauszufinden, ob es noch ein anderes, besseres hotel gibt, das vielleicht noch zimmer frei hat. dem war nicht so. wir haben uns deshalb angefreundet mit zimmern, die definitiv einen neuen anstrich brauchen, ein badezimmer haben, das eine glasfront hat, die genau gegenüber der eingangstüre liegt (immer, wenn jemand auf die toilette wollte, musste die andere person im zimmer ausschau halten, ob vielleicht draussen jemand vorbei kommt....) und ansonsten alles andere als gemütlich eingerichtet waren. Das interieur haben sie 1:1 aus alcatraz übernommen: bett, waschtisch, 2 sessel, ende. die größte attraktion des hotels war der swimmingpool (in herzform), über dem der bug eines schiffes ragte. im bug hat das gesamte hotelpersonal gepennt, auf hängematten und so, und dahinter war, was mit viel phantasie an eine seemannsgrotte erinnerte, und einen tischtennistisch beherbergte. nachdem die küche da auch noch irgendwie hineingebastelt war, hat keiner der gäste jemals dieses "schiff" betreten.
nachdem gili nicht unbedingt der vorreiter in sachen wasseraufbereitung ist, war sowohl der swimmingpool, als auch der normale wasserhahn an das meer angeschlossen, nur die dusche hatte etwas weniger salziges wasser. nachdem die dusche praktisch über dem WC hing, war also der wc-sitz immer nass, was zur folge hatte, dass ich mehrmals beim auf die toilette gehen in der nacht neben dem toiletten sitz gelandet bin.
wie dem auch sei, haben wir unseren ersten tag damit verbracht, den teil des strands zu suchen, der im reiseführer unter "gili trawangan" abgebildet war. diesen teil gibt es nicht (mehr). der strand ist in gili hauptsächlich schwarz (logisch, weil es eine vulkanische insel ist), das meer ist mehr oder weniger blau, hängt davon ab, wieviel tote koralle angeschwemmt wird, nur die sonne stimmt. die brennt nämlich ordentlich herunter.
bei unserem strand war es so, dass zwischen uns und dem tatsächlichen meer (also schwimm-tiefe) ungefähr hundert meter tote korallenriffe lagen. gili trawangans fischer sind nämlich erst etwas spät draufgekommen, das bombfishing zwar viele fische bringt, tote korallenriffe die fische aber vertreiben (stichwort natural habitat und so) und die touristen auch gleich. wir müssen einfach ein paar jahrzehnte warten, dann ist wieder alles in ordnung. bei ebbe glich unser strand also kurz gesagt eher einer marslandschaft.
am zweiten tag in gili wollten wir eigentlich mit einem glasbodenboot schnorcheln fahren, allerdings waren wir zu spät und sind deshalb zu fuss (das mit dem fahrrad war, wie gesagt, keine gute idee) zu dritt losgezogen, um die insel einmal zu umrunden. wenn uns heiss war, sind wir einfach ins meer gehüpft (flut, was für ein glück!), und dann weitergehatscht. irgendwann sind wir dann auf ein sprite in eine poolbar gegangen (neben uns hat jemand tauchen gelernt), und schlussendlich beim "strip" angekommen, komplett sandig natürlich, weil die ganze insel ja aus sand besteht. dort haben wir uns in eine hütte gesetzt, in der man fernsehen kann. Ja, das gibt es da auch im ferienparadies: 10 bambushütten nebeneinander, jede mit fernseher, und man kann sich einen film ansehen, den sie vorher aus dem internet heruntergeladen haben, oder im kino mitgefilmt. wir haben uns den kassenschlager "hang the over" angeschaut, mit mehreren unterbrechungen, weil auf gili der strom manchmal aus ist. so kann ein eineinhalbstunden film schnell zu einem dreistündigen werden! unseren weg zurück haben wir während des sonnenuntergangs gemacht, der wirklich kitschig ist. wirklich. kitschig.
unser dritter tag in gili war geprägt von unserem ausflug mit dem glasbodenboot, zu dem wir uns unglaublich gehetzt haben, weil die uhr im hotel eine halbe stunde vorging. dementsprechend waren wir mehr als zu früh. am boot (das mit dem glasboden ist so eine sache...) waren wir mit mehreren touristen, unter anderem auch 2 engländerinnen und 3 australiern, wobei dem einen aufgrund seiner körperlichen verfassung (heavy bones...) nach 3 minuten schnorcheln immer voll die luft ausgegangen ist, und die anderen mangels glasboden um ca 11:00 begonnen haben, bintang (das indonesische heineken) zu trinken. unser erster stop war praktisch vor unserem hotel, wo angeblich das schönste korallenriff von gili trawangan liegt: ohne worte. ein kleiner, hässlicher abklatsch von pink/red beach bei flores!
der zweite stopp war beim schildkrötenriff, wo wir auch wirklich eine schildkröte gesehen haben. allerdings war das mit dem schnorcheln etwas schwierig, weil man mit der brille eben nur eine bestimmte sichtweite hat, und die lieben tierchen sich in dieser sichtweite (da touristen overflow) nicht bewegt haben. bis auf eine eben. dafür haben wir keine quallen gesehen, aber gespürt. mein linker oberschenkel hatte vier rote streifen mit kleinen blässchen abbekommen, dasselbe auf meinem linken arm, und ganz ehrlich, das schmerzt! jurian hat sich auch mit einer angefreundet, uns so haben wir zumindest gemeinsam gelitten. das schnorcheln bei gili menor und gili air (die anderen 2 gilis) hab ich dann aussen vor lassen, weil ich nicht noch eine weitere qualle treffen wollte. das wasser zwischen den drei gilis ist sowieso schmutzig, und leider war der boot ausflug nicht unbedingt die mühe wert.
am nächsten tag sind wir ungefähr zu mittag mit einem anderen boot nach lombok gebracht worden, sind dort mit dem auto zum flughafen gefahren, und mit dem flugzeug nach bali geflogen. der flug von lombok nach bali dauert 25 minuten. ehrlich!