Mittwoch, 30. September 2009

anniversary

uebrigens, gestern war der stichtag! ich bin genau einen monat in bombay!

festival season

nach unserem nepal meeting waren sunita und ich irgendwie ausgelaugt... die arbeitswoche, die auf unsere rueckkehr am montag gefolgt hat, wollte irgendwie nicht mehr enden. umso gluecklicher waren wir dann, dass anand uns den samstag freigegeben hat! wir haben diese chance genuetzt um auf den cloth market zu gehen. die hostfrau haben wir mitgenommen, sozusagen als hindi-backup, und um die niedrigsten preise zu garantieren :) nachdem wir gar keine visitenkarten mitgenommen haben, mussten wir uns komplett neu orientieren. aber zu unserem grossen glueck sind die haendler dort nicht wahnsinnig kreativ und veraendern auch die aushang stoffe nicht wesentlich - und nachdem sich mein hirn offensichtlich begeistert unwesentliche details merkt, habe ich mich anhand bekannter stoffmuster zu den geschaeften vom letzten besuch vorgekaempft. sunita und ich haben nicht unwesentlich zum ploetzlichen wirtschaftswachstum beigetragen :)
ausserdem habe ich verzweifelt nach einem rotkarierten stoff fuer benjamins bestelltes hemd gesucht. karo ist hier irgendwie out... ich hab dann einfach von ein paar geschaeften muster mitgenommen.
nachdem die hostfrau nach hause gegangen ist, sind sunita und ich ausgezogen, um die gegend hinter dem cloth market zu erkunden. das ist eine gegend mit unheimlich viel tempeln, moscheen und kleinen strassen, alles wahnsinnig ueberladen mit kleinen geschaeften. es gibt strassen fuer alles: ohrringe, halsschmuck, bangles, schuhe, autoreifen, generatoren, naegel, metall behaelter, kochgeschirr, name it, they've got it.
wir haben diesmal die strasse entdeckt, die schmuck verkauft, und die, in der man metallenes geschirr jeder art erstehen kann. und ausserdem waren wir in einem knopfgeschaeft, das knoepfe in packungen zu mindestens 144 verkauft. was fuer eine interessante quantitaet! klingt komplett arbitrary, aber unsere theorie ist, dass es auf ein altenglisches mass zurueckgeht... wir hatten praktisch keine ahnung, wo wir die ganze zeit unterwegs waren, aber geendet hat unser spaziergang bei der pistaziengruenen moschee mit den schwarzen fenstern. begrenzt ist diese gegend um muhamad ali road naemlich durch JJ flyover, ein flyover den man irgendwie mit unserer tangente gleichsetzten kann.
zuhause hab ich dann meine einkaeufe begutachtet, und mich dann fertig gemacht fuer den langen weg nach bandra, wo ich mich mit minila treffen wollte. nachdem bombays verkehr komplett unberechenbar ist, war mein langer weg diesmal kurz (2 wochen vorher um dieselbe zeit hab ich 2 stunden gebraucht), und ich war in 35 minuten da... naja. dann war ich mit minila in zenzi in bandra was trinken, und danach hat es sie schon wieder in den boat club gezogen - ihr freund ajay (das ist geheim, dass die 2 zusammen sind, und ich hoffe, ihre eltern finden meinen blog nie und lernen nie deutsch! :) ) hatte 2 college freundinnen zu besuch. herman, ajays bester freund, schreit ja meistens wenn er spricht. aber das eine maedchen, das da war, hat ihn locker uebertroffen. war lustig zum anschauen, wie die beiden praktisch einen wettstreit haben, wer lauter reden kann :)
nachdem der boat club extremst airconditioned ist, gehen ab und zu alle raus (auch zum rauchen, ist ja ueberall verboten) um sich wieder aufzuwaremen - was relativ schnell geht. jedenfalls waren aufeinmal herman und noch ein typ weg, dessen namen ich schon wieder vergessen habe. mir wurde dann erklaert, dass sie beim rauchen sind, und nachdem alle arten von drogen in indien illegal sind, und der konsum teilweise extrem hart bestraft wird, fand ich das ganz lustig, dass man trotzdem nur zum zigarettengeschaeft gegenueber gehen muss, um zu bekommen, was man will.
nachdem der boat club um halb 2 schliesst, sind wir noch zum todi mills compound gefahren, dort ist der blue frog club, und zenzi mills. das ist eine schickere variante vom zenzi in bandra! dort waren wir noch ein bisschen, bis dann alle nach south fahren wollten, das uebliche: die bubis haben hunger, die maedis wollen wasser. ich hab mich dann am weg zuhause absetzen lassen, weil ich schon muede war - und habe natuerlich prompt den elephanten transport auf marine drive mitten in der nacht verpasst. vielleicht finde ich das naechste mal was aehnlich exotisches, ein krokodiltransport haette da schon das richtige flair!
am sonntag war ich abends mit sunita im kino und hab mir the ugly truth angeschaut. und bin, wie man's halt so macht, auch brav zur hymne aufgestanden. ich finds immer noch komisch, dass sie in der mitte vom film eine pause machen! einfach mitten in der szene, egal, hauptsache es ist exakt die mitte vom film...
montag war frei, weil dasera war - statt einer elephantengottstatue wird eine kokosnuss ins meer geworfen. man feiert die 8armige goettin, pflanzt eine kokosnuss in eine schale erde und wartet bis was waechst. dann haengt man blumen girlanden um bilder von ihr und malt ihr einen roten fleck auf die stirn und zuendet oellampen an und raeucherstaebchen. mit den raeucherstaebchen und einer glocke geht man dann in alle zimmer um sie zu schuetzen vor schlechten einfluessen.... na, jedenfalls, montag kamen dann die kokosnuesse ins meer. ich hoffe nicht, dass ein hai von einer fallenden kokosnuss getroffen wurde (es sterben immer noch mehr menschen durch fallende kokosnuesse als durch haibisse!).
am vormittag ist mein laptop komplett abgestuerzt. das war irgendwie sch....irch. ich hab dann verzweifelt ajay und minila und herman angerufen, ob sie wen wissen, wer wen weiss, der vielleicht kann und so.. und herman hat mir tatsaechlich wen gefunden, der dann bei mir vorbei gekommen ist, und das meiste von meinen daten retten konnte. ich bin mittlerweile draufgekommen, dass der virus vermutlich auf meinem usb stick sitzt (der in nepal von allen teilnehmern verwendet wurde)... was heisst, dass wir morgen alle 3 computer in der arbeit und meinen laptop komplett auf viren scannen muessen. zach!
nach meinem schock hab ich beschlossen, die gegend von null bazar/bhuleshwar mal unter die lupe zu nehmen. der taxifahrer war auch ueberzeugend in seinem nicken, dass er wusste, wo ich hin wollte, und es hat auch beinahe so ausgesehen, als waere ich, wo ich hinwollte. ich bin allerdings aber erst am ende meines spaziergangs draufgekommen, dass ich auf der anderen seite vom flyover war, also komplett wo anders. ich hab trotzdem wieder nachhause gefunden ;) ausserdem hab ich verschiedenste spitzen, bordueren, baender usw inspiziert, und auch 2 gekauft (man kann, wiedermal, nur 9meter erwerben, nicht weniger). 9 meter kosten hier um die 2-3 euro...
gestern, dienstag, war ich ganz brav in der arbeit, und hab geholfen unsere kathmandu documentation aufzuarbeiten - wir muessen da einen bericht schreiben, aber vorher alles, was wir mitgeschrieben haben, in form bringen. das ist ein haufen arbeit!
am abend hat mich hannah angerufen, dass sie wieder da ist, und herman, ob ich was machen will. jedenfalls waren hannah, ihre freundin corinna und 2 inder, die hannah ueber couch surfing kennt dann mit mir im gokul, wo wir herman getroffen haben. corinna war glaub ich bisschen muede und hat nicht viel gesagt, und die 2 anderen haben uns ziemlich schnell verlassen, um im woodside inn was essen zu gehen...
irgendwie sind wir auf checklisten gekommen, so was man unbedingt getan haben muss, wenn man 3 monate hier wohnt. auf meiner checkliste steht "einen indischen (platonischen) freund finden" und ich hab herman gefragt, ob er mein "indian friend" sein will, und er hat mich missverstanden, und sich wahnsinnig darueber aufgeregt, wie ich ihn denn fragen kann, ob er mein infant sein will. ausserdem will herman gerne germany lernen, und hat in seiner schulzeit geglaubt, dass hong kong in den usa liegt.
hannah und corinna sind dann spaeter auch weg, und herman und ich sind ueber geblieben. um ca 12 haben wir beschlossen, noch ins starlet cafe zu gehen, das eine dachterasse hat, mit blick aufs gateway of india. allerdings waren sie da schon am schliessen, und wir haben dann einfach 2 bier mitgenommen, und uns etwas weiter suedlich ans meer gesetzt und den fischern zugeschaut, wie sie ihre boote wieder fit machen fuer den naechsten fang. ist irgendwie lustig, wie bombay so rund um die uhr lebt! oh, uebrigens, alkohol konsum in der oeffentlichkeit ist in indien auch verboten. ich wollte meine flasche dann einem hund geben, der dort schlafen lag, aber er ist aufgewacht und hat die flasche umgeworfen. er wollte wohl nicht alkohol konsumierend in der oeffentlichkeit gesehen werden.
all in all war ich dann um 2 im bett, und bin bisschen muede!
und diesen blog eintrag ende ich auch mit einem weisen satz, naemlich dem, der ueber unserem lift steht: the quality is remembered, long after the pric is forgotten.

Dienstag, 22. September 2009

kathmandu

SAARC regional civil society consultation of the UN special rapporteur on the right to everyone to the highest attainable standard of physical and mental health; oder kurz: right to health meeting.

donnerstag frueh (sehr frueh!! wir waren in 20min am flughafen, so frueh!) gings nach kathmandu - mit kurzem zwischenstopp in delhi. in kathmandu am flughafen mussten wir foreigners ewig in der schlange zum visum stehen, und nach dem zahlen gleich nochmal, fuers tatsaechliche visums ausstellen. eine gruppe mexikaner/spanier hat sich gleich extrem uncharmant vorgedraengt, weil sie offensichtlich aufgrund der laenge der schlange nicht kapiert haben, dass wir alle anstehen. war ja auch nicht so klar.... manche leute stehen einfach gerne in schlangen.

am weg zum hotel haben wir qasim kennengelernt, aus islamabad in pakistan. er ist bei einer HIV+ und MSM (Men having sex with men) NGO dabei, und selbst auch HIV+. jedenfalls waren wir mit ihm dann am abend in der stadt, in thamel, das ist so die touristen location. Qasim hat geshoppt wie ein wahnsinniger, war ziemlich lustig. danach waren wir was essen und sind relativ fertig ins bed gefallen. freitag vormittag waren sunita, qasim und ich bei Baudha Stupa, das ist ein grosser buddhistischer tempel (foto folgt).
danach ist sunita ins hotel gefahren, letzte sachen regeln, und ich bin mit qasim noch durch die stadt gehirscht: er hat noch 20 weitere kashmirschals und was weiss ich gekauft, und ich bin ihm hinter her getrottet (in bombay ist das einkaufen viel billiger, vor allem wenn ich mit meiner hostfrau unterwegs bin - sie schreit die leute immer an, dass sie ja nur den doppelten preis sagen, weil ich weiss bin - und dann sind die immer so eingeschuechtert, dass sie mir alles ur billig geben.).
am nachmittag um 4 begonn dann das einschreiben, 55 teilnehmer waren da aus pakistan, afghanistan, den malediven, sri lanka, bangladesh, nepal, bhutan und indien (die SAARC laender also).
leider war das flugzeug, indem 25 der teilnehmer sassen, so viel zu spaet, dass wir den beginn der konferenz gleich mal eine stunde nach hinten verschieben mussten. in der ersten session hat anand (mein boss) erklaert, was ein Special rapporteur eigentlich ist, wie die leute ihn "verwenden" koennen, naemlich indem sie individual claims einreichen, und wofuer er sonst noch gut ist.
am abend habe ich dann mal networking betrieben und bin von tisch zu tisch gegangen um herauszufinden, wer die spannendsten sachen macht.
die teilnehmer kamen von den verschiedensten organisationen, und waren entweder Human rights activists oder anwaelte, ein paar auch in trade unions und so. hauptsaechlich aber activists. das ist extrem spannend, ihnen zu zuhoeren, aber ich hab doch fuer mich beschlossen, dass ich schon zuviel recht studiert habe, um mit den leuten ueber ihre persoenlichen geschichten 5 minuten zu heulen. die meisten activists sind aktiv, weil sie entweder selbst betroffen sind, oder jemand, der ihnen nahe steht.
nach dem abendessen haben sunita und ich mit unserem facilitator (der das meeting leitet) reden muessen, weil er ueberhaupt keine fuehrungspersoenlichkeit ist, und immer das ganze publikum fragt, ob 20 minuten kaffeepause eh in ordnung ist. das ist etwas muehsam gewesen, und deshalb habe ich mich nachher zu qasim und salman (auch aus pakistan, bei einer anderen NGO) und shakil akter (bangladesh) gesetzt und getratscht. tratschen bei solchen meetings heisst in wirklichkeit heiss diskutieren ueber fragen wie: soll auf den paessen von transgender personen "transgender" stehen oder maennlich oder weiblich, je nachdem womit sich diese person identifiziert?
am samstag begonn unser tag mit der women and health incl maternal health session. danach kam sexual and reproductive health and rights, und danach HIV and AIDS. nach der session habe ich mich mit qasim abgesetzt, weil ich zum affentempel und kopieren wollte und er shoppen. nachdem die copyshops zu hatten, weil feiertag war, habe ich den affentempel auch aufgegeben und bin mit qasim mit. ich habe eine northface tasche erstanden (die rollen von meinem koffer sind abgebrochen am hinweg), und er praktisch den inhalt. ich habe ihm letztendlich meinen kaputten koffer gegeben, weil er seine sachen nicht mehr in seine tasche stopfen konnte :)

am abend sind wir dann zu einem anderen restaurant gefahren, und haben uns kulturell betaetigt: eine tanzgruppe hat uns nepalesische taenze gezeigt. waehrenddessen ist anand mit einem nepalesischen teilnehmer zum naechsten alkoholshop gefahren und hat alkohol fuer die gruppe gekauft. Man darf naemlich offensichtlich in Nepal seinen eigenen alkohol ins restaurant mitnehmen, und die ober schenken ihn dann fuer die gruppe aus. das fand ich irgendwie steil :) in der haelfte der tanzvorfuehrung ist dann einer herumgelaufen in einem pfauenkostuem, das aber mehr ausgeschaut hat, wie ein alter besen. hat jedenfalls alle unheimlich amuesiert!
eine gruppe von leuten wollte nachher unbedingt in die shakira dance bar, nur wollte der bus da nicht halten (was ich aufgrund des namens jetzt nicht so schlimm fand). nachdem es in kathmandu am abend angenehm ist zum draussen sitzen, hat sich eine gruppe von leuten dann einfach draussen versammelt, so auch ich. ich habe mit anand diskutiert, warum er das legalisieren von drogen gut findet, und ueberhaupt kein (legal) argument dafuer bekommen, was darin resultiert hat, dass sein imaginary heiligenschein ein bisschen an glanz verloren hat. danach habe ich mir die tragische geschichte von einer teilnehmerin, rukmini, angehoert, deren tochter einen nervenzusammenbruch hatte. rukmini wusste vorher nicht, dass es mental illnesses gibt, und hat ueber ein jahr versucht, die depressionen ihrer tochter mit yoga und musik hoeren vor dem einschlafen zu kurieren.
nachdem ich am samstag zwischen den sessions beschaeftigt war, die refunds zu organisieren (55 teilnehmer geben ihre taxirechnungen in 6 verschiedenen waehrungen ab - es war grossartig!), habe ich extrem viel kaffee getrunken, was darin resultiert hat, dass ich von samstag auf sonntag beinahe nicht geschlafen habe.
dementsprechend muede war ich am sonntag, und habe deswegen bei der disabilities session nicht wirklich gut aufgepasst. bei children and newborn health war ich wieder bei meinen refunds, tuberculosis habe ich verschlafen (nachmittagsschlaefchen :) ) und bei occupational and migrant health bin ich ausgezuckt, weil wir nicht genug cash fuer alle refunds dabei hatten. die letzte session, internal displacement, conflict, post conflict, disaster and health habe ich dann mit sunita beim loesen unserer refund probleme verbracht.
die letzte stunde unserer konferenz war fuer conclusions and next steps reserviert. Nacheinander sind die teilnehmer aufgestanden und haben Anand gesagt, was sie wollen, dass in ihren laendern bez right to health passiert. Am abend war das abendessen beim swimming pool, und ich sass mit qasim, salman und nigel an einem tisch. Sie haben mich aufgeklaert ueber die beste art, sich seine brusthaare zu rasieren (waxing would be too painful, I’m a monkey) und sonstige wichtige dinge im leben.
Montag frueh hatten wir noch einige emergencies weil manche leute ihre hotelrechnung nicht beglichen haben, und dann sind wir wieder abgereist. Nachdem die ganze konferenz nicht so business-like war, wie man das von anderen konferenzen erwartet (in wien habe ich da ganz andere erfahrungen gemacht), haben sich alle umarmt. Ausserdem war Id, das ende von Ramadan, und deswegen haben sich sowieso alle umarmt und sich eid Mubarak gewuenscht. Am flughafen haben wir dann natuerlich die falsche schlange genommen und ewig lange aufs einchecken warten muessen (murphy’s law…), und dann bei der ausreise haben sie fuer foreigners nur 2 counters geoeffnet, was darin resultiert hat, das wir in der affenhitze sicher eine stunde in der reihe gestanden sind. Dabei wollten wir doch nur ausreisen!! Nachdem wir unseren fuenften security check hinter uns gebracht hatten, mussten wire wig auf den bus zum flugzeug warten, und dann wurden wir direkt auf dem rollfeld vor dem flugzeug nochmal kontrolliert. Sie hatten dort so eine art zelt vor dem flugzeug aufgestellt, in dem sie nochmal alle handtaschen gefilzt haben. Das war extrem muehsam, und wurde nur noch dadurch getoppt, dass wir ca eine stunde im flugzeug warten mussten, dass wir endlich aus Kathmandu abfliegen durften.
In delhi haben wir dann unser gepaeck geholt (durchchecken ist nicht) und sind vom international terminal zum domestic. Jedenfalls wollten wir das mit dem gratis transfer machen, nur der naechste waere erst in einer stunde gegangen (und die ganzen busse, die draussen herumstanden, konnten nicht fahren, weil….). deswegen haben wir uns mit einem inder zusammengetan, der auch zum domestic terminal musste (der ist ca 25 min mit dem auto entfernt). Der war ganz nett, und wollte im taxi rauchen. Das ist per se ja in ordnung, nur geht es einfach nicht, wenn sie einem vor dem fliegen alles an zuendhoelzern und feuerzeugen wegnehmen, was nur geht. Der taxifahrer hatte auch keine zuendhoelzer, und deswegen sind wir mal losgefahren, und ab und zu hat der typ jemandem am strassenrand zugerufen, ob sie vielleicht matches haben. Ein auto, das neben uns gefahren ist, hatte dann zuendhoelzer, und wir sind auf der autobahn kurz nebeneinander hergefahren, damit der fahrer unserem typen die streichholzschachtel rueber geben konnte. Incredible india!
Jedenfalls, der langen geschichte kurzer sinn, wir sind im endeffekt mehr als 12 stunden unterwegs gewesen, und waren unheimlich froh, endlich wieder in Bombay angekommen zu sein. Unsere stimmung aufgeheitert hat dann noch ein schild am heimweg: “Addicted to honking? Treat yourself and get well soon!”

Dienstag, 15. September 2009

3rd week of Bombay: finding friends

in meiner arbeitswoche passiert nicht viel. Ich arbeite meistens. :) Davon abgesehen, bin ich noch immer beschaeftigt damit, mir die namen meiner arbeitskollegen zu merken. Ich versuchs also einfach mal:
mein Chef, Anand. Das ist nicht so schwierig, aber er ist auch praktisch nie da.
Anand's brain, Sunita: auch nicht so schwierig, weil ich sie dauernd irgendwas frage.
Fuer alles zustaendig, was "mein drucker geht nicht" und "ich brauche eine schere" betrifft: peter und stella.
im untersten stock: julie, die mit lawyers collective (HIV abteilung) arbeitet, dann ein mann, der auch recht nett ist und einer, der neu ist (noch neuer als ich!), und immer freundlich grinst, wenn er mich sieht.
es gibt noch viele andere, die hier arbeiten, aber ich hab solche probleme, mir die namen zu merken, dass ich einfach immer nett laechle und "du" sage. ausserdem stellen sich die inder offensichtlich nicht mit ihrem namen vor. das ist teilweise echt anstrengend.
na, jedenfalls habe ich saket letzte woche nochmal getroffen auf ein after-work-beer und abendessen, weil er am tag danach nach delhi geflogen ist, um dort sein visum zu beantragen. (ich weiss nicht, ob er es bekommen hat, mein letzter stand war negativ)

freitag abend habe ich hannah getroffen, ein maedchen aus deutschland. das war sehr lustig, weil wir echt dieselben issues haben mit vielen sachen (was bombay betrifft). Sie hat noch immer keine wohnung gefunden, obwohl sie schon 2 wochen da war und auf suche, also dementsprechend verzweifelt war sie dann... ist ja auch besonders bloed. man stellt sich das so einfach vor, dass man sowieso eine western toilet hat, aber es ist eben nicht so! also, sie ist immer noch auf der suche. allerdings ist sie am sonntag in der frueh mit einer freundin, die sie besucht, nach kerala geflogen, also macht sie zuerst mal urlaub, und stuerzt sich dann wieder in die wohnungssuche.
am samstag war ich arbeiten, und nachdem zumittag das internet aus war, habe ich meine hostfrau angerufen und wir sind zum cloth-market gefahren - echt ein erlebnis!! war ja schon mit dem jurian da, aber trotzdem, immer noch cool. die kleinen wege, die durch den riesengrossen markt fuehren sind vielleicht einen dicken amerikaner breit, und links und rechts haengen die saris, kurtas und stoffe. die verkaufer sitzen auf 0.5m hohen podesten, und rollen einen stoffbarren nach dem anderen aus. man fragt nach schwarzem stoff, und sie bringen dir alles. chiffon, seide, baumwolle, schwarz mit print, was weiss ich!
also eindeutig ein paradies fuer mich, abgesehen von der hitze. die steht da natuerlich drinnen. meine hostfrau hat einige verkaeufer boese angeschrien, weil sie den preis zu hoch gefunden hat, aber sie hat, denke ich den besten preis fuer mich verhandelt. ich habe fuer einen baumwollstoff, der leicht schimmert 90 rupees / meter ausgegeben. das ist wirklich nicht viel!
danach waren wir dann noch am crawford market, ein ganz normaler lebensmittelmarkt. sie verkaufen viel importiertes zeug da, obst, gemuese und fleisch. wir haben ein hendl gekauft, das war irgendwie gruslig. da liegen viele tote hendl, und man kann ihnen ins hirn schauen, weil ihnen ja nur der hals aufgeschlitzt wurde, und dann sagt man, ein hendl bitte, (58 rupees/kilo!) und dann zerteilen sie das fuer dich - aber es wird einfach nur zerhackt, nicht irgendwie filettiert oder was weiss ich wie das bei uns heisst. es wird einfach in mehrere teile gehackt, und dann verpackt. und zuhause wird das ganze ding einfach gekocht, so wie's ist.
na, danach kam hannah mich besuchen, und wir haben kaffee getrunken auf der terasse. und danach bin ich nach bandra gefahren, um minila zu treffen und ihre freunde.
nachdem der taxifahrer ungefaehr hundert kilometer falsch gefahren ist, habe ich endlich das lokal gefunden, in dem sie waren, der boat club in pali naka, bandra, bombay. dort waren eben minila, ihr boyfriend ajay und keith, ein ehemaliger lehrer von ihr (nachdem die inder so frueh zu arbeiten anfangen, war er nicht irgendwie alt oder so, sondern um die 27.).
spaeter kamen dann herman (ajay's bester freund, der einzige hier, den ich getroffen habe der sarkasmus spricht! herrlich ;) ), und niki dazu. niki hat an dem abend seiner frau gesagt, sie soll sich mit hermans freundin treffen, weil er braucht abstand. und ist stattdessen mit uns weggegangen. niki ist 35 und hat sein eigenes unternehmen, und ist ziemlich dick. oh und dann war noch einer da spaeter, der war auch sehr nett, bisschen still, aber ich hab seinen namen vergessen.
jedenfalls waren wir da in dem club, bier trinken, tanzen, blabla und um 1:30 war schluss; es ist naemlich immer um halb 2 aus, ausser man hat die 3-uhr-lizenz (uuuuuuhh! 3 uhr!!). dann wollte ich ein taxi nachhause nehmen, aber alle taxifahrer waren entweder betrunken oder haben geschlafen. zum gleichen zeitpunkt haben die burschen beschlossen, sie haben jetzt hunger und wollen deshalb was essen gehen. das einzige, was noch offen hatte, war bei colaba, was noch weiter weg war, von dort wo wir waren, als da, wo ich wohne. deswegen bin ich mitgefahren... auch wenn der typ, der gefahren ist, auch nicht mehr ganz nuechtern war. meine optionen waren irgendwie betrunkener taxifahrer in kleiner blechkiste oder angeheiterter inder in dickem jeep. der jeep hat schlussendlich gewonnen. wir sind also dann nach colaba, wo um die zeit viele leute um ihre autos herumstehen und essen. so auch wir (ich hab nichts gegessen, sicherheitshalber...), und gegen vier in der frueh sind wir am taj hotel vorbei richtung mein zuhause gegangen, am meer entlang. waere beinahe romantisch gewesen, wenn das meer nicht so stinken wuerde.
sonntags war ich mit sunita beim massagedings, und hatte pedikuere. das war dringend noetig, weil ich hier immer mit sandalen herumlaufe, und es ist halt schon schmutzig auf der strasse.

gestern war ich krank, und heute (mittwoch) sind wir beschaeftigt, das kathmandu meeting zu finalisieren (ein lieblingswort von meinem papi! :) )...
oh und gestern habe ich mit der mami, beni und clumsch geskypt, und meine hostfrau kam die ganze zeit und hat der mami sachen zugeschrien wie "i take care of your daughter" und "come, come, you will like it here. come soon" (als ob ich ihr nicht schon praezise gesagt haette wann die mami kommt ;)

nun, ich hab gerade einen berg an zeugs bekommen, das ich einordnen muss... update kommt wieder nach kathmandu. dort werde ich mal 3 tage lang ausschliesslich wichtig sein :)

Freitag, 11. September 2009

nicest spelling mistake the indian supreme court could make....

although only law students, lawyers, ect would find it funny :)


"....and declared Clause 73 an arbitration clause of reference to officers that dealt with the contract as arbitrary and ultra virus of the Constitution."

Job Umfrage

Ich habe gerade einen Job online gefunden, der mich besonders anspricht (vor allem nach meinem deutschen Stammtisch-erfolg letzten Mittwoch...): Expat Therapist.
Der Expat Therapist beschaeftigt sich auch mit ausschliesslich auf Expats bezogenen Themen, zum Beispiel:

• Relationship problems
• Family difficulties
• Cultural differences
• Addictions (eg alcohol, drugs, sex)
• Feeling unsettled
• Unhappiness
• Loneliness
• Stress/Anxiety
• Depression
• Feeling out of control
• Work difficulties
• Living with a disability or learning difficulty
• Physical, emotional or sexual abuse
• Change and Loss
• Death of a family member, friend, pet, other
• Eating disorders
• Self-harming
• Low self-esteem
• Anger
• Bullying
• Feeling ‘stuck’
• Finding it hard to cope
• Sexuality/sexual orientation


Bitte um Postings bezueglich anderer bescheuerter Berufe... let's broaden our minds ;)

Montag, 7. September 2009

first week of bombay: gettin' used to it...

Am Mittwoch am abend waren Jurian und ich bei "design one", eine designer convention, in hohen toenen gepriesen von "mumbai - a fortnight", einem ganz lieben magazin, das eben alle 14 tage die events der naechsten 14 tage rausbringt. leider war der artikel etwas zu enthusiastisch und die ausstellung nur sosonaja. danach waren wir bei Maheshs Lunch Home abendessen (ja, ich weiss, lunch home...), was lustig war, weil da waren wir letztes jahr auch schon. reunion praktisch :)
Am Abend haben wir die arme Sunita (das ist meine arbeitskollegin, fuer alle die den ersten blog eintrag noch nicht gelesen haben ;) ) mitgeschleppt zum deutschen Stammtisch. Das war echt ein Erlebnis... Eine Gruppe Deutscher, zwischen ca 20 bis 70 Jahre alt, in einem "Irish Pub", zusammengesammelt von Benjamin, der hier 3 Jahre arbeitet. Einer hat zu Sunita gesagt, das einzig schoene hier an Bombay ist, dass jeden Mittwoch der Stammtisch stattfindet. Die anderen waren auch nicht wirklich begeistert... Benjamin meinte, er war die ersten 6 monate euphorisch, und jetzt geht ihm das ganze gehupe nur noch auf die nerven. und immer ist was kaputt in seinem appartment. (also ob das "zuhause" total anders waere. aber wenn was auf indisch kaputt geht, ist das natuerlich 10mal so schlimm...)
Wir haben uns ur bemueht, und haben nach einer stunde die flucht ergriffen. Selbst wenn sie (der deutsche stammtisch) die inder mit doppelt so mit offenen armen empfangen wie uns, weiss ich, dass der indische subkontinent nichts verloren hat, wenn die ganze truppe wieder abreist.
Nach unserem erlebnis sind wir zu dritt in die zenzi bar weitergezogen, auch in Bandra (das ist ein stadtteil. ich spreche noch immer ueber mumbai!). dort wars lustiger. viel mehr inder, bisschen so ein art space, und deswegen sehr amuesant. ein typ hatte eine blau weiss gepunktete pyjama hose an, ein schwarzweiss kariertes hemd und eine rayban brille mit dickem schwarzem rahmen. und sein freund daneben hat ungefaehr genauso ausgeschaut. steil!
am donnerstag war Ganpati Fest, ein Riesenfest, das wir letztes Jahr auch mitgemacht haben, bei dem grosse und kleine Elefantengottstatuen (Ganpati oder Ganesh) ins Meer geschickt werden (auf Boten usw). Am Chowpattystrand war ziemlich viel Radau, weil die Glaeubigen die Statuen mit sehr viel lauter indischer Popmusik auf Trucks tanzend zum Strand bringen. Wir waren am Abend nicht beim Strand, weil uns zuviel los war; ausserdem wird, weils ja ein religioeses fest ist, mit rosa Puderfarbe geworfen, und alle sind nachher pink. Stattdessen haben wir mit den katzen gespielt, was ziemlich lustig war, weil die eine katze sich ur gefuerchtet hat (wir auch), weil die ganze zeit firecrackers irgendwo los gegangen sind. und deswegen ist sie der anderen katze unheimlich auf die nerven gegangen, weil die andere katze ist taub!! der war das komplett blunzn!
weil der deutsche stammtisch so ein reinfall war, habe ich auf facebook (ja, ich!) eine nachricht gepostet in der expat community, ob sich nicht jemand meiner annehmen will. ich hab mir gedacht, solange der jurian noch da ist, ist das ja kein problem, weil wir ohnehin zu zweit aufkreuzen. jedenfalls hat mich irgendein freak angeschrieben, den ich komplett ignoriert hab, und dann zufaellig auch einer, der vorgeschlagen hat, irgendwo was trinken zu gehen. und weil er freundlich geklungen hat, haben wir ja gesagt und sind losgefahren. hat sich als total nett herausgestellt, heisst saket und hatte eine oesterreichische freundin... weird. jedenfalls sagt er dauern, wenn ich ein problem habe, "dann anrufen mir!" :) ausserdem hat er uns erklaert, wie man auf oesterreichisch schluss macht, naemlich geht das so: vor der familie oder dem freundeskreis sagt man nicht "das ist mein freund" sondern ganz einfach nur mehr "das ist ein freund", und das ganze so, dass es die betroffene person versteht.
mit saket und einem anderen freund von ihm waren wir jedenfalls in einem club der blue frog heisst (befindet sich in lower parel, auch ein stadtteil von bombay). blue frog ist hier ziemlich teuer, also einfach ganz normale unsere preise, was die ganze sache ja wieder lustig macht! wir haben sogar den "indischen niki lauda" (o-ton!) gesehen, ein kleiner, muskelbepackter zwerg in einem viel zu kleinen tshirt. ich hab aber vergessen, wie er heisst. es hat ihm jedenfalls jeder nachgeschaut.
ja, im blue frog waren wir etwas laenger...
Demensprechend waren wir am Samstag etwas inaktiv. Der Jurian hat 3 Hemden bekommen, die der Schneider fuer ihn gemacht hat (10 euro fuer 3 geschneiderte hemden!!) und wir waren eis essen ;) ausserdem haben wir ein neues restaurant ausprobiert: cafe churchill, ein minikleines cafe auf colaba causeway, das total beruehmt ist fuer pasta und so zeugs. allerdings, ich hab die pasta ausprobiert, und ich frage mich ehrlich ob sie nicht eher beruehmt sein sollten dafuer, dass sie alles in sauce ertraenken. ich hab die nudeln beinahe nicht mehr gefunden... jurians steak war irgendwo unter einem berg von schwammerlsauce begraben... ja. lustig jedenfalls!
am weg zurueck sind wir ueber den colaba causeway spaziert, was an und fuer sich nicht so einfach ist, weil standeln den ganzen weg saeumen und deswegen wirklich nicht viel platz ist zum durchgehen. dort habe ich die grossartigste entdeckung gemacht bis jetzt, eine zara bluse, die bei uns noch in den geschaeften haengt (stichwort bluse+leggins=neuer style oder bluse+legging=hose vergessen)! ich hab das ding unbedingt erstehen muessen, fuer 170 rupees, also ca 3 euro. statt 30. i'm just too good to be true... :P
sonntags waren wir bei stroemendem regen in den hanging gardens, das ist praktisch bei uns um die ecke (und bei den parsis um die ecke, die haben da naemlich ihren tower of silence, wo sie ihre verstorbenen hinlegen, damit die voegel sie essen koennen. sie glauben naemlich irgendwie dass die koerper die erde verunreinigen und dass die seele nicht frei kommt oder so. hab ich noch nicht ganz verstanden). es hat so geregnet, dass das wasser den huegel heruntergeronnen ist, und der park menschenleer war. das fand ich mal nicht so schlecht. danach sind wir wieder nachhause und haben uns an die waescheleine gehaengt.
am nachmittag haben wir minila getroffen, im cafe mocha auf der veer nariman road in south mumbai, und einen freund von ihr. der freund ist eigentlich der beste freund von ihrem freund, aber jedenfalls heisst er herman (und ist inder!). das war ziemlich lustig, weil die zwei einfach extrem unterhaltsam sind, und sie haben mich dann auch praktisch eingeladen, mit ihnen einen trip durch den sueden von indien zu machen. also vielleicht mache ich das noch im november.
am fruehen abend sind wir dann in eine andere lokalitaet gewechselt, naemlich dome, auf dem dach des intercontinental hotel. das hat echt einen grossartigen ausblick ueber chowpatty beach, und man kann das ganze queens necklace sehen (so heisst das wenn die vielen haeuser die lichter andrehen am abend ;) ). dort ist dann spaeter saket zu uns gestossen, und es hat sich herausgestellt, dass er und minila sich kennen. das war etwas flashig, weil ich, die oesterreicherin, 2 bombayleute einander vorstelle, und sie kennen sich. in einer stadt mit ueber 15 millionen einwohnern...
zum abendessen waren wir dann bei unserer familie. sie hatten besuch von einem freund, der vor urzeiten nach london gezogen ist und von noch einem freund, der sich fuer senior citizens rights einsetzt. alle waren ueber 70 und haben mich hauptsaechlich ausgefragt ueber oesterreichischen wein. und weil ich mich nicht wirklich gut auskenne, habe ich einfach irgendwas gesagt und g'scheit dreingeschaut. aber sie haben mir alles abgenommen, und glauben jetzt, ich waere ein weinkenner....
danach habe ich den jurian auf den flughafen gebracht, und jetzt bin ich allein in der grossen stadt!
oh, und uebrigens, wie ich vom flughafen zurueckgekommen bin, kam die frau des hauses auf mich zu, um mir zu "beichten", dass sie die tuere zu meinem kasten aufgebrochen hat. weil sich die katze darin versteckt hat, und ich das nicht gesehen habe, und desewgen zugesperrt habe! oder wars der jurian? wer weiss...

Sonntag, 6. September 2009

more Indian High Court...

this flowery way of narrating the facts of a case is something I have to deal with here... it gets annoying after a while!! Which Court in the world thinks of phrases like "where prosperity and poverty live as strange bedfellows"? :)


The circumstances of the case are typical and overflow the particular municipality and the solutions to the key questions emerging from the matrix of facts are capable of universal application, especially in the Third World humanscape of silent subjection of groups of people to squalor and of callous public bodies habituated to deleterious inaction. The Ratlam municipal town, like many Indian urban centers, is populous with human and sub-human species, is punctuated with affluence and indigence in contrasting co-existence, and keeps public sanitation a low priority item, what with cesspools and filth menacing public health. Ward No. 12, New Road, Ratlam town is an area where prosperity and poverty live as strange bedfellows. The rich have bungalows and toilets, the poor live on pavements and litter the street with human excreta because they use roadsides as latrines in the absence of public facilities. And the city fathers being too busy with other issues to bother about the human condition, cesspools and stinks, dirtied the place beyond endurance which made the well-to-do citizens protest, but the crying demand for basic sanitation and public drains fell on deaf ears. Another contributory cause to the insufferable situation was the discharge from the Alcohol Plant of malodorous fluids into the public street. In this lawless locale, mosquitoes found a stagnant stream of stench so hospitable to breeding and flourishing, with no municipal agent disturbing their stinging music at human expense. The local denizens, driven by desperation, at long last, decided to use the law and call the bluff of the municipal body's bovine indifference to its basic obligations under

Donnerstag, 3. September 2009

This is what the Indian Supreme Court says about marriage....

in a judgment prohibiting the marriage between an HIV+ and an HIV- people (which has been revoked recently, but nevertheless!)

Marriage is the sacred union, legally permissible, of two healthy bodies of opposite sexes. It has to be mental, psychological and physical union. When two souls thus unite, a new soul comes into existence. That is how, the life goes on and on on this planet.


I assume they love to see "18 Kids and Counting" on television....

anyways, reading judgments from the Supreme Court are always a history lesson. Just read 2 pages about the history of the hippocratic oath. In a judgment!!!

Dienstag, 1. September 2009

welcome to bombay!

sooo... nach langem flug wiedermal (immerhin hatten wir jeweils eine sitzreihe!) in indien angekommen.
mitten in der nacht bei der wohnung angekommen, in einem von aussen ur haesslichen haus, aber das sind die meisten (bis auf die ur teuren tollen villen, eh logisch, aber auch die sind nicht wie bei uns schoen). Die eltern, mr und mrs mehta haben uns freundlich empfangen, und dann war ohnehin schlafnot am manne...
jedenfalls am samstag haben wir dann freundlich ersten kontakt gemacht und sind losgezogen, um ein bisschen zu spazieren, wir wohnen ja eigentlich in der "gruenen lunge" bombays, aber gruen ist von smog umhuellt ;) als erstes habe ich eine normale decke erstanden, weil sich die oesterreichische definition einer decke grundlegend anders ist, als die indische. danach haben wir probiert, uns mit dem telefon mann zu verstaendigen, das war nicht so hundertpro einfach, weil man irgendwelche stromrechnungen vorlegen muss, wenn man hier eine prepaid telefon karte kaufen will... unser host hat das dann spaeter am nachmittag fuer uns geregelt. hauptsaechlich waren wir beschaeftigt, nicht von hitze zu sterben, was gar nicht einfach ist, und sicher auch eine ausreichende nachmittagsbeschaeftigung!
am abend wurden wir dann mitgenommen zur wohnung von der oma, die eine ganesh statue in ihrer wohnung stehen hat, und ein kamerateam war da, um alles zu filmen und ausserdem wahnsinnig viele leute, also ein staendiges kommen und gehen. jurian und ich wurden in irgendein schlafzimmer gesteckt, und ab und zu wurde uns ein familienmitglied zur verfuegung gestellt, das dann mit uns reden musste. die mutter hat uns immer wieder in das zimmer hineinbefoerdert, wenn der vater uns herausholte, um uns seinen freunden zu zeigen. weird!
am sonntag sind wir dann richtung colaba (mit kurzem zwischenstopp im oberoi hotel auf nariman point), um ordentlichen kaffee zu finden. das mit dem klimat war immer noch schwierig ;) am abend waren wir im regal cinema, um dort "the taking of pelham 123" zu schauen, und sind auch brav aufgestanden, wie vor dem film die nationalhymne gespielt wurde (allerdings haben wir ziemlich aufsehen erweckt, weil wir ziemlich lachen mussten - wer spielt denn auch seine nationalhymne im kino?!).
am montag haben wir dann endlich begonnen, richtig sightseeing zu betreiben und sind zum malahkshmi mandir (mandir=tempel), einem recht grossen hinduistischen tempel, und zur haji ali moschee, wo wir 3 deutsche maedls getroffen haben, die mir gleich einen kontakt zum woechentlichen deutschen stammtisch gelegt haben, oesterreicher duerfen auch kommen ;)
danach sind wir nach bandra gefahren, das neue in-viertel, wo uns der taxifahrer komplett woanders abgesetzt hat, als wir eigentlich wollten. wir sind deshalb einfach zu fuss losgezogen, uns sicher eine dreiviertel stunde gehatscht, aber dort ist es besser, weil auf den nebenstrassen nicht so extrem viele autos unterwegs sind, und es verhaeltnismaessig ruhig ist. in any case sind wir dann bei unserer enddestination "takur cutpiece" angekommen um stoff fuer ein hemd fuer den jurian zu kaufen. takur cutpiece hoert sich uebrigens in der indischen aussprache an wie takur k'tpiss.
am abend hatten wir uns verabredet mit mejhabeen, eine bekannte von johanna, die wir samt einer freundin von ihr auch getroffen haben. wir waren in einem fuzzikleinen restaurant just off colaba causeway essen, goa-isch oder goanesisch oder was weiss ich, halt die kueche der region goa. ich hab sogar mutton irgendwas probiert, das ist mit ziegenfleisch.
danach haben uns die zwei eine art "pub" gezeigt, das ist also ein ziemlich grosses lokal fuer indische verhaltnisse, nur ur schirch. ambiente gleich minus eins. aber das bier ist ok (660ml fuer 2,5 euro) und man findet aeusserst lustige leute dort. zum beispiel 3 komplett besoffene auslaender mit einer noch aerger besoffenen inderin, die ihren laptop dort einfach stehen lassen.
heute ist mein erster arbeitstag, und das office ist voll nett, sauber uns hell, gar nicht so wie man das von der aussenfassade anders erwarten wuerde!! ich arbeite mit sunita, deren indische mutter ihr das indische aussehen vererbt hat, und die deswegen viel weniger angestarrt wird als ich. sie ist recht nett, spricht deutsch und englisch durcheinander und arbeitet schon 2,5 monate hier, was ganz angenehm ist fuer fragen. die vorigen interns waren nur fuer kuerzer hier, einer 6 wochen, eine 3 wochen.
und jetzt versuch ich langsam, herauszufinden, was ich eigentlich tun muss, ausser nach kathmandu fliegen ;)