Dienstag, 15. September 2009

3rd week of Bombay: finding friends

in meiner arbeitswoche passiert nicht viel. Ich arbeite meistens. :) Davon abgesehen, bin ich noch immer beschaeftigt damit, mir die namen meiner arbeitskollegen zu merken. Ich versuchs also einfach mal:
mein Chef, Anand. Das ist nicht so schwierig, aber er ist auch praktisch nie da.
Anand's brain, Sunita: auch nicht so schwierig, weil ich sie dauernd irgendwas frage.
Fuer alles zustaendig, was "mein drucker geht nicht" und "ich brauche eine schere" betrifft: peter und stella.
im untersten stock: julie, die mit lawyers collective (HIV abteilung) arbeitet, dann ein mann, der auch recht nett ist und einer, der neu ist (noch neuer als ich!), und immer freundlich grinst, wenn er mich sieht.
es gibt noch viele andere, die hier arbeiten, aber ich hab solche probleme, mir die namen zu merken, dass ich einfach immer nett laechle und "du" sage. ausserdem stellen sich die inder offensichtlich nicht mit ihrem namen vor. das ist teilweise echt anstrengend.
na, jedenfalls habe ich saket letzte woche nochmal getroffen auf ein after-work-beer und abendessen, weil er am tag danach nach delhi geflogen ist, um dort sein visum zu beantragen. (ich weiss nicht, ob er es bekommen hat, mein letzter stand war negativ)

freitag abend habe ich hannah getroffen, ein maedchen aus deutschland. das war sehr lustig, weil wir echt dieselben issues haben mit vielen sachen (was bombay betrifft). Sie hat noch immer keine wohnung gefunden, obwohl sie schon 2 wochen da war und auf suche, also dementsprechend verzweifelt war sie dann... ist ja auch besonders bloed. man stellt sich das so einfach vor, dass man sowieso eine western toilet hat, aber es ist eben nicht so! also, sie ist immer noch auf der suche. allerdings ist sie am sonntag in der frueh mit einer freundin, die sie besucht, nach kerala geflogen, also macht sie zuerst mal urlaub, und stuerzt sich dann wieder in die wohnungssuche.
am samstag war ich arbeiten, und nachdem zumittag das internet aus war, habe ich meine hostfrau angerufen und wir sind zum cloth-market gefahren - echt ein erlebnis!! war ja schon mit dem jurian da, aber trotzdem, immer noch cool. die kleinen wege, die durch den riesengrossen markt fuehren sind vielleicht einen dicken amerikaner breit, und links und rechts haengen die saris, kurtas und stoffe. die verkaufer sitzen auf 0.5m hohen podesten, und rollen einen stoffbarren nach dem anderen aus. man fragt nach schwarzem stoff, und sie bringen dir alles. chiffon, seide, baumwolle, schwarz mit print, was weiss ich!
also eindeutig ein paradies fuer mich, abgesehen von der hitze. die steht da natuerlich drinnen. meine hostfrau hat einige verkaeufer boese angeschrien, weil sie den preis zu hoch gefunden hat, aber sie hat, denke ich den besten preis fuer mich verhandelt. ich habe fuer einen baumwollstoff, der leicht schimmert 90 rupees / meter ausgegeben. das ist wirklich nicht viel!
danach waren wir dann noch am crawford market, ein ganz normaler lebensmittelmarkt. sie verkaufen viel importiertes zeug da, obst, gemuese und fleisch. wir haben ein hendl gekauft, das war irgendwie gruslig. da liegen viele tote hendl, und man kann ihnen ins hirn schauen, weil ihnen ja nur der hals aufgeschlitzt wurde, und dann sagt man, ein hendl bitte, (58 rupees/kilo!) und dann zerteilen sie das fuer dich - aber es wird einfach nur zerhackt, nicht irgendwie filettiert oder was weiss ich wie das bei uns heisst. es wird einfach in mehrere teile gehackt, und dann verpackt. und zuhause wird das ganze ding einfach gekocht, so wie's ist.
na, danach kam hannah mich besuchen, und wir haben kaffee getrunken auf der terasse. und danach bin ich nach bandra gefahren, um minila zu treffen und ihre freunde.
nachdem der taxifahrer ungefaehr hundert kilometer falsch gefahren ist, habe ich endlich das lokal gefunden, in dem sie waren, der boat club in pali naka, bandra, bombay. dort waren eben minila, ihr boyfriend ajay und keith, ein ehemaliger lehrer von ihr (nachdem die inder so frueh zu arbeiten anfangen, war er nicht irgendwie alt oder so, sondern um die 27.).
spaeter kamen dann herman (ajay's bester freund, der einzige hier, den ich getroffen habe der sarkasmus spricht! herrlich ;) ), und niki dazu. niki hat an dem abend seiner frau gesagt, sie soll sich mit hermans freundin treffen, weil er braucht abstand. und ist stattdessen mit uns weggegangen. niki ist 35 und hat sein eigenes unternehmen, und ist ziemlich dick. oh und dann war noch einer da spaeter, der war auch sehr nett, bisschen still, aber ich hab seinen namen vergessen.
jedenfalls waren wir da in dem club, bier trinken, tanzen, blabla und um 1:30 war schluss; es ist naemlich immer um halb 2 aus, ausser man hat die 3-uhr-lizenz (uuuuuuhh! 3 uhr!!). dann wollte ich ein taxi nachhause nehmen, aber alle taxifahrer waren entweder betrunken oder haben geschlafen. zum gleichen zeitpunkt haben die burschen beschlossen, sie haben jetzt hunger und wollen deshalb was essen gehen. das einzige, was noch offen hatte, war bei colaba, was noch weiter weg war, von dort wo wir waren, als da, wo ich wohne. deswegen bin ich mitgefahren... auch wenn der typ, der gefahren ist, auch nicht mehr ganz nuechtern war. meine optionen waren irgendwie betrunkener taxifahrer in kleiner blechkiste oder angeheiterter inder in dickem jeep. der jeep hat schlussendlich gewonnen. wir sind also dann nach colaba, wo um die zeit viele leute um ihre autos herumstehen und essen. so auch wir (ich hab nichts gegessen, sicherheitshalber...), und gegen vier in der frueh sind wir am taj hotel vorbei richtung mein zuhause gegangen, am meer entlang. waere beinahe romantisch gewesen, wenn das meer nicht so stinken wuerde.
sonntags war ich mit sunita beim massagedings, und hatte pedikuere. das war dringend noetig, weil ich hier immer mit sandalen herumlaufe, und es ist halt schon schmutzig auf der strasse.

gestern war ich krank, und heute (mittwoch) sind wir beschaeftigt, das kathmandu meeting zu finalisieren (ein lieblingswort von meinem papi! :) )...
oh und gestern habe ich mit der mami, beni und clumsch geskypt, und meine hostfrau kam die ganze zeit und hat der mami sachen zugeschrien wie "i take care of your daughter" und "come, come, you will like it here. come soon" (als ob ich ihr nicht schon praezise gesagt haette wann die mami kommt ;)

nun, ich hab gerade einen berg an zeugs bekommen, das ich einordnen muss... update kommt wieder nach kathmandu. dort werde ich mal 3 tage lang ausschliesslich wichtig sein :)

2 Kommentare:

  1. caro! viel spaß und pass auf dich auf! :)

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  2. Wäre gerne eine kleine Maus, die so aus deinem Rucksack heraus, viele deiner Eindrücke, Freunde, Erlebnisse teilen könnte! Wow!
    Paß auf dich auf!
    Freu mich schon auf direkte Gespräche!
    Heidi

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