Dienstag, 1. September 2009

welcome to bombay!

sooo... nach langem flug wiedermal (immerhin hatten wir jeweils eine sitzreihe!) in indien angekommen.
mitten in der nacht bei der wohnung angekommen, in einem von aussen ur haesslichen haus, aber das sind die meisten (bis auf die ur teuren tollen villen, eh logisch, aber auch die sind nicht wie bei uns schoen). Die eltern, mr und mrs mehta haben uns freundlich empfangen, und dann war ohnehin schlafnot am manne...
jedenfalls am samstag haben wir dann freundlich ersten kontakt gemacht und sind losgezogen, um ein bisschen zu spazieren, wir wohnen ja eigentlich in der "gruenen lunge" bombays, aber gruen ist von smog umhuellt ;) als erstes habe ich eine normale decke erstanden, weil sich die oesterreichische definition einer decke grundlegend anders ist, als die indische. danach haben wir probiert, uns mit dem telefon mann zu verstaendigen, das war nicht so hundertpro einfach, weil man irgendwelche stromrechnungen vorlegen muss, wenn man hier eine prepaid telefon karte kaufen will... unser host hat das dann spaeter am nachmittag fuer uns geregelt. hauptsaechlich waren wir beschaeftigt, nicht von hitze zu sterben, was gar nicht einfach ist, und sicher auch eine ausreichende nachmittagsbeschaeftigung!
am abend wurden wir dann mitgenommen zur wohnung von der oma, die eine ganesh statue in ihrer wohnung stehen hat, und ein kamerateam war da, um alles zu filmen und ausserdem wahnsinnig viele leute, also ein staendiges kommen und gehen. jurian und ich wurden in irgendein schlafzimmer gesteckt, und ab und zu wurde uns ein familienmitglied zur verfuegung gestellt, das dann mit uns reden musste. die mutter hat uns immer wieder in das zimmer hineinbefoerdert, wenn der vater uns herausholte, um uns seinen freunden zu zeigen. weird!
am sonntag sind wir dann richtung colaba (mit kurzem zwischenstopp im oberoi hotel auf nariman point), um ordentlichen kaffee zu finden. das mit dem klimat war immer noch schwierig ;) am abend waren wir im regal cinema, um dort "the taking of pelham 123" zu schauen, und sind auch brav aufgestanden, wie vor dem film die nationalhymne gespielt wurde (allerdings haben wir ziemlich aufsehen erweckt, weil wir ziemlich lachen mussten - wer spielt denn auch seine nationalhymne im kino?!).
am montag haben wir dann endlich begonnen, richtig sightseeing zu betreiben und sind zum malahkshmi mandir (mandir=tempel), einem recht grossen hinduistischen tempel, und zur haji ali moschee, wo wir 3 deutsche maedls getroffen haben, die mir gleich einen kontakt zum woechentlichen deutschen stammtisch gelegt haben, oesterreicher duerfen auch kommen ;)
danach sind wir nach bandra gefahren, das neue in-viertel, wo uns der taxifahrer komplett woanders abgesetzt hat, als wir eigentlich wollten. wir sind deshalb einfach zu fuss losgezogen, uns sicher eine dreiviertel stunde gehatscht, aber dort ist es besser, weil auf den nebenstrassen nicht so extrem viele autos unterwegs sind, und es verhaeltnismaessig ruhig ist. in any case sind wir dann bei unserer enddestination "takur cutpiece" angekommen um stoff fuer ein hemd fuer den jurian zu kaufen. takur cutpiece hoert sich uebrigens in der indischen aussprache an wie takur k'tpiss.
am abend hatten wir uns verabredet mit mejhabeen, eine bekannte von johanna, die wir samt einer freundin von ihr auch getroffen haben. wir waren in einem fuzzikleinen restaurant just off colaba causeway essen, goa-isch oder goanesisch oder was weiss ich, halt die kueche der region goa. ich hab sogar mutton irgendwas probiert, das ist mit ziegenfleisch.
danach haben uns die zwei eine art "pub" gezeigt, das ist also ein ziemlich grosses lokal fuer indische verhaltnisse, nur ur schirch. ambiente gleich minus eins. aber das bier ist ok (660ml fuer 2,5 euro) und man findet aeusserst lustige leute dort. zum beispiel 3 komplett besoffene auslaender mit einer noch aerger besoffenen inderin, die ihren laptop dort einfach stehen lassen.
heute ist mein erster arbeitstag, und das office ist voll nett, sauber uns hell, gar nicht so wie man das von der aussenfassade anders erwarten wuerde!! ich arbeite mit sunita, deren indische mutter ihr das indische aussehen vererbt hat, und die deswegen viel weniger angestarrt wird als ich. sie ist recht nett, spricht deutsch und englisch durcheinander und arbeitet schon 2,5 monate hier, was ganz angenehm ist fuer fragen. die vorigen interns waren nur fuer kuerzer hier, einer 6 wochen, eine 3 wochen.
und jetzt versuch ich langsam, herauszufinden, was ich eigentlich tun muss, ausser nach kathmandu fliegen ;)

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