Mittwoch, 22. Juli 2009

Sumatra: 1. Kapitel

in welchem die heldin der geschichte millionaer wird, einen elefanten zaehmt und in einen gecko-katzen-fight verwickelt wird


Nach 12,5 Stunden flug kamen wir in singapur an, dann nochmal 2 stunden warten und 1,5 stunden fliegen: Das war die Reise nach Medan (Sumatra). Dort wurden wir in einen Bus verfrachtet, der uns ueber die holprigen strassen von medan zur lokalen travel agency fuehrte, wo wir einen der unzaehligen welcome drinks bekamen... wir haben schon alle alptraeume von den vielen welcome drinks. Danach sind wir zum lokalen money dealer verfrachtet worden, bei dem ich 200 euro gewechselt habe: 2,660,300 rupien. statt ploetzlich prinzessin ploetzlich millionaer!!
Von medan ging es dann 100km nach norden, nach tangkahan, in ein wenig touristisches gebiet, ueber holprige strassen und viele viele schlagloecher und schlussendlich mit einer herzig aber liebevoll zusammengebastelten "faehre" (ein floss) ueber den fluss. Im "Mega Inn" inspizierten wir toilette (Asiatisch, was sonst) und dusche (fluss und wasserfall).
Den ersten abend verbrachten wir ausgesprochen muede mit besonders kontaktfreudigen mosquitos.
Am naechsten tag ging es gleich zum traditionellen elefantenwaschen (Die kanadier von nebenan dazu: "you haven't lived before you washed an elephant") und dann eine tour auf augustine, einem 31 jaehrigen elefanten durch den tiefsten dschungel. Um in stimmung zu kommen haben wir uns auch gleich mit menthol blaettern eingerieben (sehr einfach zu pfluecken wenn man auf einem elefanten sitzt) und eukalyptos gekaut. Danach war es mehr als zeit um uns selbst zu waschen ;)
am selben tag habe ich mir noch einen sagenhaften sonnenbrand geholt (Ich muss keinen bikini mehr anziehen, selber effekt ohne) beim tuben. Da setzt man sich auf riesen autoreifen und treibt den fluss hinunter. dazwischen haben wir noch einen kurzen stopp bei einem anderen wasserfall gemacht, zum schwimmen und mittagessen (nasi goreng, zum siebten mal seit ankunft).
Am tag danach sind wir nach bukit lawang gefahren, in eine "eco lodge" bei einem reservat, wo sie den orang utans (Auf bahasa indonesia mauwas oder so) beibringen, wieder in der wildnis zu leben (oder umgekehrt, so hat sich die touristen situation zumindest dargestellt). der weg nach bukit lawang ging durch die berge, auf einem jeep ueber eine "strasse". Indonesier haben eine komplett andere definition von "die strasse hier ist in etwas schlechterem zustand". Nummer eins, es ist keine strasse sondern ein trampelpfad. nummer zwei der zustand ist nicht schlecht sondern da ist nicht mal irgendein zustand! Der forstweg war teilweise weggeschwemmt, teilweise halb unter wasser und riesen steine mittendrin. Wir sassen natuerlich hinten auf dem offenen jeep, so dass es teilweise besser war zu stehen, weil wir uns wie auf einer schlechten prater hochschaubahn fuehlten. am weg sind wahnsinnig viele durian baeume, auch stinkfrucht genannt, und so riecht es dann auch den ganzen weg: scheusslich. Wir habens auch probiert zu essen, war aber nicht runterzukriegen. Rambutans sind da schon viel besser (sehen aus wie haarige litchis).
Wie auch immer, haben wir dann einen dschungel trip gemacht mit guide: er sagt uns gar nichts und rennt einfach in den dschungel hinein. dazwischen macht er komische geraeusche, als ob er affen anlocken will, aber eigentlich ist das nur zur verstaendigung mit den anderen guides, die auf der lauer liegen und orang utans spotten fuer die dummen europaeer. sie haben dann auch einen orang utan gefunden, einen schwangeren (sie kriegen alle 6-8 jahre ein baby), den sie so unbedingt aufwecken wollten, das uns das vieh so leid getan hat, dass wir mit gewalt unseren guide vom baum wegholen mussten, auf dem der affe schlief.
bei der futterstelle haben wir dann noch einen gesehen, der war wach, aber offensichtlich so auf magic mushrooms, dass ihn die rd 100 touristen nicht ein bisschen gestoert haben.
nach bukit lawang ging es via medan nach brastagi (furchtbare busfahrt zur abwechslung). In medan waren wir zu mittag noch fisch essen, meiner meinung nach das beste essen bis jetzt, aber roemer begonn beinah zu weinen weil es ihm zu scharf war. hat die anwesenden indonesier aeusserst erheitert ;)
angelique war ganz abenteuerlich und hat avocado juice probiert, da mixen sie avocado mit milch und schoklade sauce zu einem "juice", mehr milkshake eigentlich. sehr spannend!
In brastagi (gleich neben dem abenteuer-prater "green hill city") war es dann angenehm kuehl zur abwechslung, und es gab sogar eine warme dusche. wir haben uns dann passenderweise auch gleich von ein paar ex-boxerinnen massieren lassen - zumindest hat es sich so angefuehlt.
danach war es nur noch ein tag im bus auf schlechten strassen nach parapat, von wo aus wir die faehre - diesmal wirklich eine faehre - nach samosir genommen haben. Samosir ist eine riesengrosse insel im toba see, sehr nett hier, bisschen friedlicher. Auch ein gebiet indem batak-staemme leben, es gibt deren ja 5 und wir haben schon 3 gesehen (sie sprechen angeblich eine andere sprache, aber das verstehen wir ja sowieso nicht). Nachdem die fahrt so furchtbar lang und holprig war, hat unser guide versucht uns etwas aufzumuntern. dazu hat er uns sugar palm tree wine gekauft, ein widerliches getraenk das laut unserem guide besteht aus: dirty persent broon sugar, forty persent shower (sour), eeend forty persent eeeeehhhh, ja, bitter. ekskjus me, meneer, it is not fooo everine. (wir halten seine stimme und sein ekskjus me meneer schon gar nicht mehr aus!!).
uebrigens hat sich will hier eine datakarte fuers telefon gekauft (geek, ja, and everyone knows), die man registrieren muss. registriert hat er sie auf den namen "meneer", also herr. charming ;)
so, jetzt ist meine internet zeit aus, und ich melde mich spaeter wieder!

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